28.11.2016, 17:00 Uhr

Ein Strand mit Sand mitten im Lungau?

Peter Henkel und Martin Holzapfel präsentierten das Projekt anhand dieses Modells.

Club-Hoteldorf "Sonnental Resort Lungau Aktiv" mit eigenem Kleinskilift, Badeteich mit Sandstrand usw. geplant. Das Vorhaben befindet sich im Realisierungsprozess. Hier eine kurze Absichtsschilderung von Seiten der Projektentwickler.

ST. MARGARETHEN IM LUNGAU. Eine neue Hotelanlage in St. Margarethen im Lungau wurde in den letzten Jahren immer wieder angekündigt. Auch die BEZIRKSBLÄTTER LUNGAU haben über dieses Thema erst Ende des Jahres 2015 berichtet: der damals für Sommer 2016 angekündigte Spatenstich ist nicht erfolgt.

Ist im Realisierungsprozess

Dieses geplante Club-Hoteldorf nennt sich "Sonnental Resort Lungau Aktiv" und befindet sich aktuell im Realisierungsprozess. Entwickelt wird es von der Amici Projektentwicklungs GmbH. Im Rahmen der Bürgerversammlung in St. Margarethen, am vergangenen Donnerstagabend im Schulungsraum der örtlichen Feuerwehr, gaben Geschäftsführer Martin Holzapfel und Architekt Peter Henkel den anwesenden BürgerInnnen eine Absichtsschilderung, was geplant sei.

Das planen die Entwickler

Geht es nach den beiden Projektentwicklern, so soll an der St. Margarethener Liftstraße ein Premium-Club-Hoteldorf im Ganzjahresbetrieb mit zirka vier Hektar Fläche direkt an der Aineck-Talstation errichtet werden. Ganz in der Nähe befindet sich der Golfplatz. Das "Sonnental Resort Lungau Aktiv" soll 210 Hoteleinheiten in gehobener 4****Superior-Kategorie mit 482 Betten in 21 Gebäuden beinhalten. In Etwa 120 bis 130 Mitarbeiter will man beschäftigen. Auch 270 Tiefgaragenplätze seien geplant; vier Restaurants mit insgesamt rund 450 Sitzplätzen und Gastgarten; zudem ein Mitarbeiterhaus; ein "Gesundhaus" für medizinische Anwendungen; ein Sportgeschäft mit Skiverleih; sechs Ladenflächen (Trachten, Lebensmittel,...); eine Tagungseinrichtung für bis zu 160 Personen; und auch diverse Sport- und Freizeitanlagen werden geplant: so war im Rahmen der Bürgerversammlung zum Beispiel von einem Badeteich mit Sandstrand die Rede, oder von einem kleinen Skilift für Anfänger, oder auch von einem Hallenbad mit Wellnessbereichen. Et cetera.

Nicht für die Öffentlichkeit

All diese Angebote sollen, bis auf das Sportgeschäft mit Skiverleih und die Tagungseinrichtung, allerdings nicht der Öffentlichkeit, sondern nur den Resort-Gästen, zur Verfügung stehen. Die Hotelanlage sei in Privatbesitz und werde auch als Privatbesitz geführt, betonte Architekt Peter Henkel.

Betreiber nicht genannt

Die Betriebsführung soll durch eine "renommierte Hotelgesellschaft im Rahmen eines langfristigen Betreibervertrages" erfolgen, wie den Präsentationsunterlagen von Holzapfel und Henkel zu entnehmen ist. Wer genau der Betreiber ist, wollte Martin Holzapfel gegenüber den BEZIRKSBLÄTTERN nicht preisgeben.

Noch etliches zu klären

Geht es nach den Projektentwicklern, so soll 2017 der Spatenstich gemacht werden und bereits im Dezember 2018 die Fertigstellung erfolgen. Den Ausführungen von Bürgermeister Gerd Brand folgend, ist dieser Zeitplan allerdings als kaum realistisch zu bewerten. Etliche Aspekte sind noch vage, so etwa, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgen muss, oder nicht.
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