Mariahilf-Chef Rumelhart: "Die Windmühlgasse bröckelt wegen dem 13A"

Bezirksvorsteher Markus Rumelhart beim Interview mit Andrea Hörtenhuber, stellvertretende bz-Chefredakteurin, in seinem Büro.
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MARIAHILF.  Hitzige  Temperaturen, hitzige Themen in Mariahilf: Die bz hat Bezirksvorsteher Markus Rumelhart zum großen Sommergespräch getroffen.

Nicht nur die Hitze, auch der geplante Radweg an der Wienzeile treibt derzeit vielen Schweißperlen auf die Stirn: Die Stadt will den Lückenschluss, Anrainer befürchten Parklatz-Raub.
Ich bin nicht gegen den Lückenschluss. Aber es ist keine einfache Milchmädchenrechnung wie "Parkspur gegen Radweg". Es gibt einige Stellen, wo der Radweg verschwenkt oder der Gehsteig verkleinert werden muss. Generell kann ich mich für die Linke Wienzeile nicht erwärmen.

Aus welchem Grund?
Dort ist jetzt schon viel Verkehr, auch wegen den Ladezonen. Viele Fußgänger laufen quer über die Wienzeile zum Naschmarkt. Wenn dann der Rad-Highway dazukommt, ist sicher niemand der betroffenen Gruppen glücklich.

Was wäre Ihr Vorschlag?
Die Rechte Wienzeile: Den kleinen Gehsteig auf Naschmarkt-Seite, der ohnehin wenig genutzt wird, könnte man auflösen und dem Radweg zuwidmen. Diese Alternative wird noch geprüft.

Apropos Alternative: Auch für den 13A sucht man wegen des U-Bahn-Baus eine neue Strecke. Sie sind für die doppelte Führung durch die Neubaugasse, Neubaus Bezirkschef Markus Reiter ist dagegen. Hat dies ihr Verhältnis getrübt?
Jeder hat seine Bezirksinteressen zu vertreten, sonst wären wir schlechte Bezirksvorsteher. Sein Interesse ist es, die Neubaugasse zu schützen, und das versteh ich auch. Fakt ist aber: Der Bus hat auf der jetzigen Route – also über Windmühlgasse und Capistrangasse – nie was verloren gehabt.

Inwiefern?
Die Windmühlgasse hält den Bus technisch nicht mehr lange aus: Sie ist nicht gebaut worden für so eine große Belastung als Hauptstrecke. Die Straße bröckelt. Bleibt der 13A dort, muss man vorher noch sanieren – eine teure Investition.

Alles neu wird auch im Esterházypark: Gibt's schon Details?
Wir stehen noch ganz am Anfang. Fix ist: Das Angebot für Jugendliche wird erweitert mit mehr Möglichkeiten zum Chillen. Ältere und Jüngere sollen den Park gemeinsam nutzen: etwa mit einem Klettergerüst, wo man aber auch sitzen kann. Geplant wird nächstes Jahr, 2020 soll der Bau starten.

Ein Riesen-Projekt ist auch das neue Loquaigrätzel. Was sind die nächsten Schritte?
Der Loquaiplatz und die Königseggasse kommen dank neuer Pflasterung auf ein Niveau. Auf der Seite am Platz wird Grün gepflanzt. Für den Loquaipark selbst gibt's schon viele Ideen dank Bürgerbeteilgung.

Wie sieht der Zeitplan aus?
Das Bürger-Beteiligungsverfahren für die Umgestaltung des Loquaiparks startet nächstes Jahr. Ab 2020 soll gebaut werden.

Welche weiteren Projekte stehen für den Herbst an?
Eine Herzensangelenheit, für die ich mich seit zwei Jahren einsetze: Der Wasserlauf neben der Stiege beim Haus des Meeres geht wieder in Betrieb. Bisher war die Wartung zu aufwendig, jetzt haben wir das Problem dank Kooperation mit dem Haus des Meeres gelöst. Auch das Thema Anrainerparken kommt auf uns zu: Ab Herbst wird erweitert.

Wo genau?
Prinzipiell wollen wir überall nachverdichten, aber vor allem bei der Rahlgasse, Theobaldgasse und Millergasse. Im ersten Schritt ab Herbst mit 150 Plätzen, nächstes Jahr soll's weitergehen.

Zum Schluss zurück zur aktuellen Hitzewelle: Ihr Geheimtipp, um sich in Mariahilf abzukühlen?
Das Haus des Meeres: Ganz oben, auf der Schattenseite, lässt sich's mit Wind gut aushalten. Oder ab zum Kaiserwalzer: Der Gastgarten dort ist ein Traum.

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