14.11.2017, 09:33 Uhr

„Bin es gewohnt, viel zu arbeiten“

Die designierte SPÖ-Klubchefin Ingrid Salamon (Mitte) gemeinsam mit LH Hans Niessl und Bundespräs. Alexander Van der Bellen (Foto: Stadtgemeinde Mattersburg)

Mattersburgs Bürgermeisterin Ingrid Salamon wird ab 1. Jänner 2018 Chefin im SPÖ-Landtagsklub.

MATTERSBURG. Involviert in den überraschenden Startschuss der zahlreichen Personalrochaden innerhalb der SPÖ war auch Mattersburgs Bürgermeisterin Ingrid Salamon. Ab 1. Jänner 2018 löst die Landtagsabgeordnete Robert Hergovich an der Spitze des SPÖ-Klubs ab. In einer der intensivsten Politiker-Positionen will Salamon die Zusammenarbeit mit dem Koalitionspartner fortsetzen und das Gespräch mit allen Landtagsparteien suchen. Die Bezirksblätter erfragten im Gespräch mit der Bürgermeisterin nach Bedeutung und Auswirkungen für Salamon, aber auch für Mattersburg.

Waren Sie überrascht über die Ernennung zur Klubobfrau?
INGRID SALAMON: Ehrlich gesagt: Kurzfristig ja. Dieser Job ist natürlich eine große Herausforderung, und ich weiß, dass viel Arbeit auf mich zukommt. Aber ich bin es gewohnt, viel zu arbeiten und Herausforderungen zu meistern – als Teamplayerin tue ich mich da auch leichter. Ich hab mich natürlich auch mit meiner Familie abgesprochen.

Was bedeutet dies für Sie persönlich?
Ich sehe diese neue Aufgabe als Zeichen der Wertschätzung für die politische Arbeit, die ich mit meinem Team in Mattersburg und als Abgeordnete im Landtag geleistet habe. Das bedeutet aber sicher auch eine Aufwertung für die Stadt Mattersburg insgesamt.

Wie wird sich Ihre neue Aufgabe auf die Arbeit als Bürgermeisterin von Mattersburg auswirken?
Sicher positiv. Es gibt schon seit meiner Zeit als Landtagsabgeordnete positive Synergien für die Stadt und diese werden sich verstärken. Wir haben ja in Wiener Neustadt ein vergleichbares Beispiel direkt vor der „Haustür“, wo Bürgermeister Schneeberger gleichzeitig als Klubobmann der ÖVP im NÖ-Landtag fungiert – was sicher ein Vorteil für Wiener Neustadt ist. Ich habe sowohl in der Stadtgemeinde Mattersburg als auch im SPÖ-Klub in Eisenstadt ein sehr gutes Team. Daher werden beide Aufgaben machbar sein. Das Bürgermeisteramt übe ich weiterhin gerne aus, und es wird auf keinen Fall unter der neuen Tätigkeit leiden. Ich werde nach wie vor für die Bürgerinnen und Bürger von Mattersburg da sein.
Wie sehen Ihre künftigen politischen Ziele aus?
Gemeinsam mit meinem Team ist es das Ziel, weiterhin eine gute, solide Arbeit zu leisten, die das Burgenland und Mattersburg weiterbringt.

Stechbrief Ingrid Salamon
Ingrid Salamon wurde am 2. November 1958 geboren, feierte also unlängst ihren 59. Geburtstag. Sie ist verheiratet, hat zwei Töchter und fünf Enkelkinder.
Nach ihrem Pflichtschulabschluss absolvierte Salamon eine Lehre als Bürokauffrau. Als Mitinitiatorin des Projekts „Tagesmütter“ war sie bei diesem von 1989-1993 tätig.
Ihre politische Karriere startete Salamon 1987 im Gemeinderat, seit 1995 sitzt sie im Stadtrat. Am 17. Oktober 1998 wurde sie zur ersten Vizebürgermeisterin der Stadt, seit 20. 6. 1999 ist sie die Ortschefin. Von 2003 bis 2010 war Ingrid Salamon Obfrau des BMV, seit Sommer 2010 ist sie Landtagsabgeordnete. Mit 1. Jänner 2018 wird Ingrid Salamon nun SPÖ-Klubchefin.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.