Calle Libre
Meidlings Häuserwänden wird ein frischer Farbton verpasst
- Das Team von Calle Libre hat in diesem Jahr neue Adressen in Meidling für ihre "Murals" gefunden.
- Foto: Jolly Schwarz/ Calle Libre
- hochgeladen von Michael Marbacher
Von Montag, 18., bis Freitag, 22. August, kann man Künstlerinnen und Künstlern dabei zuschauen, wie sie die Fassaden in Meidling zu großflächigen Kunstwerken gestalten. Zur Eröffnung des "Calle Libre Streetart"-Festivals wird bereits am Samstag geladen.
WIEN/MEIDLING. Der Bezirk hat ein wenig Farbe verdient, weshalb das "Calle Libre Streetart"-Festival seine zwölfte Ausgabe unter dem Motto "Youtopia in Meidling" startet. Neben einem breiten Rahmenprogramm werden zwischen 18. und 22. August mehrere Häuserwände in Meidling in großflächige Kunstwerke verwandelt. Bei den "Live-Painting-Sessions" kann man dabei sein und zusehen, wie der Bezirk in Farbe getaucht wird.
Internationale Künstlerinnen und Künstler werden jedes Jahr für das Calle Libre Festival nach Wien geholt. Wer aufmerksam die großflächigen Bemalungen an einigen Wiener Fassaden studiert, dem fällt häufig der "Calle Libre"-Schriftzug unterhalb der Kunstwerke auf.
Häuser bekennen Farbe
Vergangenes Jahr war es der 2. Bezirk, der neue Kunst spendiert bekommen hat. So blickt seitdem etwa bei der Parkgarage der Messe Wien ein großes Gemälde herab. Diese "Murals" werden von Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt gemalt. In diesem Jahr kommen die Kunstschaffenden etwa aus Portugal, China, Spanien oder Nigeria. An neun Adressen und dem Meidlinger Markt kann man ihnen beim Arbeiten zuschauen. Wir wissen, wo man Künstlerinnen und Künstlern über die Schulter schauen kann:
- Elian Chali aus Argentinien in der Lichtensterngasse 13
- Mariana Santos aus Portugal in der Wittmayergasse 6
- Die Meidlingerin Mariella Lehner in der Arndtstraße 30
- Osa Seven aus Nigeria in der Arndtstraße 42
- Mohamed L’Ghacham aus Spanien in der Ruttenstockgasse 4
- Nut aus China in der Moosbruggergasse 2
- Paola Delfín aus Mexiko in der Zanaschkagasse 30
- Paul Riedmüller aus Österreich in der Tivoligasse 13
- Tima aus Marokko in der Eibesbrunnergasse 14-16
- Eine Karte von Calle Libre, wo sich die Live-Painting-Sessions befinden.
- Foto: Calle Libre
- hochgeladen von Michael Marbacher
Nicht alle Adressen werden zu großformatigen Gemälden. Der deutsche Künstler Fritten Freddie lässt Kunstwerke aus Bügelperlen an mehreren Standorten am Meidlinger Markt entstehen. Die Kunstschaffenden sind jeweils zu unterschiedlichen Zeiten vor Ort. Laut Calle Libre sollte man zwischen 9 und 21 Uhr an einer der Adressen vorbeikommen, um den Gemälden beim Entstehen zuzusehen.
Mehr als Murals
Die Häuserwände werden in individuellen Stilen umgestaltet. So ist etwa Nut bekannt für porzellanähnliche Figuren auf Häuserfassaden. Ein Großteil der Wände entsteht dabei auf Gemeindebauten. Die Kunstwerke bleiben nach dem Entstehen mindestens ein Jahr erhalten. "Die meisten Murals, die seit dem ersten Festival 2014 entstanden sind, gibt es allerdings noch", erklärt eine Sprecherin von Calle Libre.
- Einige Häuserwände werden nicht mehr wiederzuerkennen sein. So auch die Arndtstraße 30.
- Foto: Calle Libre
- hochgeladen von Michael Marbacher
Neben den Live-Painting-Sessions findet im ganzen Bezirk ein breites Programm von Calle Libre statt. Am Samstag, 16. August, startet um 18 Uhr die Eröffnungsparty des Festivals im GleisGarten. Mehr zum Programm, wo geführte Touren stattfinden und welche Workshops stattfinden, findet man auf der Webseite des Festivals.
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