"Jungbunzlauer-Ansiedelung im Gemeindegebiet Matzleinsdorf bleibt völlig offen"

Wird das Werk von Jungbunzlauer nun in Matzleinsdorf gebaut oder nicht? Das wird unter anderem ein Behördenverfahren klären.
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MATZLEINSDORF. Noch sind die Felder auf dem Matzleinsdorfer Gemeindegebiet in der Nähe von Freiningau zu bewirtschaften. Das könnte, wenn es nach drei Parteien geht, bald enden. Die Firma Jungbunzlauer sucht einen neuen Standort und hat diesen möglicherweise im Melker Bezirk gefunden.

Donau und Bahnanbindung

Die Vorteile für die Firma liegen auf der Hand: Möglicher Anschluss an die Weststrecke, Donauwasser für Schiffsverkehr und Anlagenkühlung und auch die Nähe der Autobahn spielen eine Rolle. "Das ist für die Firma Jungbunzlauer alles schön und gut, doch wir fürchten, dass es starke Einbußen für die Lebensqualität gibt und auch die Umwelt stark belastet wird", sind Gerhard Schaufler und seine "Ritter der Au" verängstigt, was da auf sie zukommt. Ein hartnäckiges Gerücht, welches die Bürgerinitiative beschäftigt, ist, dass die benachbarte Au angegriffen wird. "Nein, also dieses Gerücht kann ich absolut nicht bestätigen. Alleine wegen dem Natura 2000-Schutz, darf die Au nicht angegriffen werden", erklärt Matzleinsdorfs Bürgermeister Gerhard Bürg, "Es gibt genug Fläche im Norden, wo Jungbunzlauer bei einer möglichen Vergrößerung bauen kann."

Doch neben der wahrscheinlichen Luftverschmutzung und den Nebelschwaden gibt es vor allem wegen des Kühlsystems Bedenken. "Wenn das erwärmte Wasser wieder in die Donau reingepumpt wird, kann das für die Fische nicht gut sein und auch zur Algenbildung führen", so Schaufler. Doch Bürg beruhigt zu dieser Thematik: "Es gibt noch ein Behördenverfahren. Wenn es dort Probleme gibt, bin ich soweit, dass ich dem Firmenbau kritisch gegenüberstehe und hinterfrage." Ein Gerücht, welches Bürg bestätigen kann, ist, dass es schon Kaufverträge für die Landwirte gibt. "Dazu muss gesagt werden, wenn bis Ende 2019 nicht gebaut wird, werden die Felder wieder automatisch Agrarland. So steht es schwarz auf weiß", meint Bürg.

Jedenfalls lud Bürg nun zu einem Besuch im Werk in Pernhof ein, wo man sich vor Ort und in der Nachbarschaft umsehen und umhören und sich selbst ein Bild machen konnte. "Es wurden vor Ort schon kritische Fragen gestellt und von Jungbunzlauer auch gut beantwortet. Ich würde der Initiative empfehlen, auch einmal Jungbunzlauer zu besuchen, damit die sich wirklich ein Bild machen kann, wie die Firma arbeitet", sagt Bürg.

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