09.02.2017, 14:30 Uhr

Yspertals Umweltschüler unterstützen LIFE-Projekt in der Wachau

Die 4WKW-Klasse am Eingang der geplanten Themenwegstrecke. Lehrer Peter Böhm (ganz links) und (vor der Tafel) Projektleiter Hannes Seehofer (Foto: HLUW Yspertal)
YSPERTAL/ROSSATZ. Jeweils zu Semesterende führen die Schüler der Höheren Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft (HLUW) Yspertal ein Unterrichtsprojekt durch, bei dem sie eine Themenstellung mit Praxisbezug erarbeiten. Im Zuge dessen besuchte die 4WKW-Klasse die Donau-Au bei Rossatz.

Ziel der Exkursion war das LIFE - Projekt „Auenwildnis Wachau“, welches noch bis 2020 läuft. Die Jugendlichen unterstützten dabei tatkräftig die Erhaltung und Verbesserung des gefährdeten Lebensraumes.

Neophytenmanagement

Nach einer Einführung von Projektleiter Hannes Seehofer über die Ziele des Projektes begab sich die Klasse trotz Eisregens voll motiviert in den Auwald. Dort begann man mit dem Ringeln von neophytischen Gehölzen. Neophyten sind Pflanzen, welche bei uns nicht heimisch sind. In der Au sind das vor allem Eschenahorn und Robinie, welche sehr konkurrenzkräftig sind und die heimische Vegetation verdrängen. Beim Ringeln wird mit einer Axt die Rinde rund um den Stammfuß entfernt. So wird der Saftfluss des Baumes gestört und die behandelten Exemplare sterben meist ab. Mit über 300 geringelten Bäume wurde ein wichtiger Beitrag zum Schutz des Auwaldes gesetzt.

Amphibienhabitate schützen

Des Weiteren widmete sich die Klasse dem Amphibienmanagement unter der Leitung von Amphibienspezialisten Mag. Axel Schmidt. Mehrere Laichgewässer wurden von Unrat befreit und randlich beschattende Gehölze ausgeschnitten, damit sich die Gewässer besser erwärmen können. Dies ist für die Fortpflanzung der Amphibien von besonderer Bedeutung. Schließlich sind alle heimischen Lurche auf der Roten Liste der bedrohten Arten zu finden.


Themenweggestaltung

Zu guter Letzt wurde im Zuge des Projektes ein Konzept für einen Themenweg entwickelt. Bei einem Rundgang durchs Gebiet zeigte und erläuterte Mag. Seehofer die Besonderheiten des Gebietes wie alte Schwarzpappelbestände, Eisvogelhöhlen in Steilufern und die wiederangebundenen Nebengewässer der Donau. Zurück in der Schule wurden sodann zahlreiche Stationen für den Themenweg ausgearbeitet und Gestaltungsideen dazu entwickelt.
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