Radsport
Um 0.7 Sekunden am Podest vorbei

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WOLKERSDORF/ST. PÖLTEN. Neben dem Podest ist für Alina Reichert am Ende eines Rennens ein mittlerweile ungewohnter Platz. In St. Pölten startete die  Wolkersdorfer Mountainbikerin bei ihrem ersten Rennradrennen. „Nachdem ich Ende Juni an den Österreichischen Staatsmeisterschaften auf der Straße teilnehmen möchte, dachte ich mir, es wäre vielleicht kein Fehler zumindest ein Mal vorher schon an einem solchen Bewerb teilgenommen zu haben. Ist doch was ganz anderes als ein Mountainbike-Marathon“, scherzt Reichert.

Ladies Race

Sie entschied sich für den St. Pöltner Radmarathin. „Mit dem Ladies Race hat der Veranstalter für uns Mädels ein komplett eigenes Rennen auf die Beine gestellt“, zeigt sich die 22-Jährige begeistert. Die Damen starteten dabei getrennt von den Männern ins Rennen, begleitet von der Rennleitung, welche dafür sorgte, dass die Teilnehmerinnen nicht durch den Straßenverkehr gefährdet wurden. Mit solchen Aktionen wird dem Damenradsport das ihm zustehende Ansehen erwiesen.
Die Radsportlerinnen mussten eine Runde von 80 Kilometern Länge und knapp 1000 Höhenmetern bezwingen. „Das Tempo war zu Beginn überraschend moderat. Nachdem ich bereits ahnte, dass es die Gruppe spätestens am ersten Berg zerreißen würde, achtete ich darauf, mich bereits frühzeitig vorne im Feld zu positionieren. Wie vermutet wurde am ersten Berg bereits attackiert und zwei Fahrerinnen gelang es, sich vom Feld abzusetzen. Da das Rennen noch lang war und ich spürte, dass ich das Tempo der Führenden nicht mitgehen konnte, blieb ich in der Verfolgergruppe. Nach dem ersten Berg waren wir noch zu sechst. Da uns nach dem zweiten Berg ein längeres Flachstück erwartete blieben wir in der Gruppe zusammen, um anschließend vom gegenseitigen Windschatten zu profitieren. Am dritten und letzten langen Anstieg beschloss ich gemeinsam mit einer weiteren Fahrerin, den Versuch zu wagen, uns von der Gruppe abzusetzen und die Verfolgung auf die beiden Führenden, die zu diesem Zeitpunkt bereits 2,5 Minuten Vorsprung hatten, aufzunehmen. Drei Kilometer vor dem Ziel holten wir tatsächlich die zu diesem Zeitpunkt Zweitplatzierte ein. Damit kam es schließlich zum Zielsprint um die Plätze 2, 3 und 4. Bei diesem musste ich leider meiner mangelnden Erfahrung auf der Straße Tribut zollen und mich mit dem 4. Platz zufriedengeben. Dennoch ein tolles Ergebnis für mich, das mir auch das nötige Selbstvertrauen für den Start bei der Staatsmeisterschaft gibt.“ Mit ihrer Zeit von 2:25 Stunden sicherte sich die 22-jährige dennoch den 3. Platz in ihrer Altersklasse. Gesamtsiegerin wurde wie schon im Vorjahr die erfahrene Radrennfahrerin und Triathletin Sylvia Gehnböck.

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