29.10.2017, 12:51 Uhr

Geburtstagsfeier, Ausstellung und großes Fest von Multitalent Franz Kaindl

Renate Madritsch, Johann Hoffmann, Franz Kaindl, Johannes Jung, Anton Erben, Luise Kaindl und Richard Schober
Im renovierten Obergeschoß des Barockpfarrhofes Gaweinstal fand anlässlich des 85. Geburtstages des beliebten Künstlers Franz Kaindl die Eröffnung seiner Ausstellung „Die Poesie in Farben“ statt. Er ist einer der bedeutendsten Maler, Graphiker, Mosaikkünstler und Bildhauer von Österreich und wurde von Kardinal Schönborn mit dem Bronzenen Ehrenzeichen von St.Stephanus – überreicht von Abt Johannes Jung, wie auch von Bürgermeister Richard Schober – als Ehrenbürger der Marktgemeinde Gaweinstal ausgezeichnet.

Pater Anton Erben konnte Kunstinteressierte und langjährige Freunde des Künstlers, wie die Primarärzte Georg Reiner, Peter Kenyeres und Gerhard Lunglmayer, Alt-Bezirkshauptmann Gerhard Schütt, Altbürgermeister Johann Plach, Pflichtschulinspektor Josef Fürst, Familienangehörige und zahlreiche Gaweinstaler begrüßen.
Ausstellungskuratoren sind Architekt Johann Hoffmann und die österreichische Kunsthistorikern Renate Madritsch, die auch die Laudatio hielt. Der Kirchenchor (Kaindl war 50 Jahre deren Leiter) untermalte die Feier musikalisch.

Der mittlerweile vielfach geehrte und ausgezeichnete freischaffende Maler ließ sich 1957 in Gaweinstal nieder, wo er 1962 die Pianistin Louise Wolfram heiratete und ein Atelierhaus baute, in dem die beiden bis zum heutigen Tag leben und nach wie vor recht intensiv arbeiten – die drei Kinder sind längst erwachsen und außer Haus.
Trotz seiner umfangreichen Tätigkeiten im Dienste der Öffentlichkeit findet Franz Kaindl noch Zeit und Muße zum Malen und kann auf mehr als hundert Einzelausstellungen und über sechshundert Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland verweisen.

Franz Kaindl wurde 1972 zum Präsidenten des Landesverbandes der Niederösterreichischen Kunstvereine gewählt. Er vertrat die Interessen der Künstler gegenüber Bund und Land und kuratierte Kollektivausstellungen. Er gründete und leitete bis 1995 das Niederösterreichische Dokumentationszentrum für Moderne Kunst, welches 1978 bei der Revitalisierung des Karmeliterhofes in St. Pölten errichtet wurde. Durch die jahrzehntelange systematische Sammlung von biographischen Daten österreichischer Künstler des 20. Jahrhunderts verfügt das Dokumentationszentrum über ein Archiv mit ca. 4000 Künstlerbiographien.

Die Ausstellung ist bis 19.11.2017, jeweils Samstag und Sonntag von 15 bis 17 Uhr geöffnet

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