24.05.2017, 11:00 Uhr

„Mit dem Rad zum Bauernhof 2017“

(Foto: Uhl)
Besucherrekord - am Wochenende konnten sich bei Kaiserwetter an die 600 Radbegeisterte und Interessierte vom Angebot der landwirtschaftlichen Top-Betriebe überzeugen.

Kammerobmann Hermann Stich begrüßte an die 600 RadfahrerInnen sowie zahlreiche Interessierte, die die Betriebe auf zwei- bzw. vierrädrigem Untersatz und auch hoch zu Ross besuchten. Das toppt den Besucherrekord vom Vorjahr und zeugt vom regen Interesse an der Landwirtschaft an sich und ihren Betrieben. Natürlich war der Radtag 2017 mit seinen ca. 20 km auch eine sportliche Herausforderung - mit einigen „Bergwertungen“ im doch sehr hügeligen Land rund um Drasenhofen/Stützenhofen/Ottenthal.

2017 führte die Radroute durch den ehemaligen Kammerbezirk Poysdorf, ausgehend von der Weinviertler Sektmanufaktur Hugl in Stützenhofen, wo Obmann Stich alle herzlichst begrüßte und sich für die Bereitschaft der Betriebe bedankte, 2017 ihre Pforten für Interessierte zu öffnen. Stich erläuterte kurz die Radroute – im heurigen Jahr konnte zwischen einer geführten Tour ab 11 bzw. 13 Uhr gewählt werden und wünschte einen interessanten, unfallfreien Nachmittag.

In Stützenhofen selbst ging es weiter zum Putenhof Wolfram, einem Ackerbaubetrieb mit Putendirektvermarktung. Die Puten werden im Freiland gehalten und ausschließlich mit dem Getreide der eigenen Felder gefüttert, stressfrei am Hof geschlachtet und weiterverarbeitet. Das Putenfleisch wird Ab Hof und in den regionalen Bauerläden und –märkten verkauft. Das Angebot deckt bei weitem nicht die Nachfrage.

Weiter führte die Tour in Richtung Drasenhofen mit einem „Ausläufer“ über Steinebrunn, wo die Familie Strebl ihren Wein- und Ackerbaubetrieb biologisch bewirtschaftet. Das Hauptaugenmerk liegt auf einer intensive Direktvermarktung (Wein, Säfte, Brände, Dinkelprodukte etc.). Um qualitativ und quantitativ hochwertige Lebensmittel zu produzieren, beschäftigt sich Fritz Strebl mit der Dammkultur, einer uralten Form der Bodenbearbeitung. Spürbar in allen Gesprächen ist die Lebens- und Betriebsphilosophie der Betriebsführer!

Ein Familienbetrieb durch und durch wird in Ottenthal von der Familie Eisenhut bewirtschaftet, ein Ackerbaubetrieb mit Schweinehaltung und einem Hobby des Seniorchefs, der Pferdehaltung. Im Film „Der Blunzenkönig“ kann sogar die berühmteste Mitarbeiterin des Betriebes, Schauspiel-Schwein Mariandl, bewundert werden. Eine hervorragende Verköstigung wurde durch die Damen des Hauses und Ortes geboten, typisch bäuerliche Mehlspeisen, die reißend Absatz fanden. Erich Eisenhut stand allen Fragen bezüglich Schweinehaltung offen und routiniert zur Verfügung.

Die ambitionierte Radstrecke mit einigen Steigungen führte die Radfahrer zurück zur Weinviertler Sektmanufaktur Hugl & Huglerei in Stützenhofen. Die Sektherstellung ist die große Leidenschaft von Georg und Barbara Hugl und wurde den zahlreichen Gästen auch recht spritzig nähergebracht. Die Backstube „die Huglerei“ mit all den Köstlichkeiten wurde regelrecht gestürmt, charmant wurden Weine, Sekte etc. von der Weinkönigin Christina und Weinprinzessin Rebecca kredenzt.
Hier am Schlusspunkt der Tour konnten sich alle Teilnehmer bei Speis und Trank stärken und den Radtag mit seinen Eindrücken nachwirken lassen.
Vor der Gewinnverlosung bedankten sich alle Betriebsführer für den zahlreichen Besuch und das Interesse und gaben noch kurze Statements zu ihren Betrieben mit auf dem Heimweg.

Radpässe waren auch heuer wieder im Radfolder integriert, mit der Abgabe konnte automatisch an einem Gewinnspiel teilgenommen werden. Die glücklichen Gewinner durften sich über Geschenkkörbe mit regionalen Köstlichkeiten der Betriebe freuen.
Die Bezirksbauernkammer Mistelbach dankt allen Betrieben, die ihre Tore für diesen Radtag geöffnet haben, den Besuchern ihre Betriebsphilosophie nahebrachten sowie der Arbeitsgruppe Rad für die tatkräftige Unterstützung.

„Unserem Bemühen, den Kontakt und das Verständnis zwischen Konsumenten und Bauern zu vertiefen, sind wir damit wieder ein Stück näher gekommen und haben die Weinviertler Kulturlandschaft erradelt!“ freut sich Kammerobmann Stich. „Und natürlich findet das mittlerweile bestens angenommene Projekt auch im nächsten Jahr seine Fortführung!“.
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