Badens Klinikum erweitert
Neues Department am Landesklinikum Mödling für Senioren
- Am Standort Landesklinikum Baden-Mödling in Mödling nimmt ab Jänner 2026 ein neues Department für Akutgeriatrie und Remobilisation den Betrieb auf.
- Foto: NÖ LGA – Landesklinikum Baden-Mödling
- hochgeladen von Rebekka Sadiki-Peckary
Die demografische Entwicklung stellt das Gesundheits- und Pflegesystem in den kommenden Jahrzehnten vor wachsende Herausforderungen. Um auf den steigenden Bedarf einer älter werdenden Bevölkerung zu reagieren, wird das Versorgungsangebot in Niederösterreich weiter ausgebaut.
BEZIRK. Am Standort Landesklinikum Baden-Mödling in Mödling nimmt ab Jänner 2026 ein neues Department für Akutgeriatrie und Remobilisation den Betrieb auf. Damit erweitert das Klinikum sein spezialisiertes Angebot für ältere Patientinnen und Patienten und trägt der steigenden Lebenserwartung Rechnung.
Das neue Angebot richtet sich an Menschen ab 65 Jahren, die über entsprechendes Rehabilitationspotenzial sowie ausreichende körperliche und kognitive Belastbarkeit verfügen. Die reguläre Aufenthaltsdauer beträgt 21 Tage, kann jedoch bei besonderen medizinischen Erfordernissen auf bis zu 28 Tage verlängert werden. Eine frühere Entlassung ist jederzeit möglich, etwa nach Erreichen des Therapieziels oder auf Wunsch der Betroffenen.
Demografischer Wandel als zentrale Herausforderung
Der für die Kliniken zuständige Landesrat Anton Kasser verweist auf die langfristige Entwicklung: Bis 2040 wird in Niederösterreich nahezu jede dritte Person älter als 65 Jahre sein, insgesamt rund eine halbe Million Menschen. Zudem wird sich die Zahl der über 85-Jährigen in den kommenden 25 Jahren mehr als verdoppeln. Vor diesem Hintergrund sei der Ausbau der Akutgeriatrie und Remobilisation ein wesentlicher Bestandteil des Gesundheitsplans des Landes.
Klare Ziele für mehr Selbstständigkeit
Die Zielsetzungen des neuen Departments sind klar definiert. Dazu zählen die Wiederherstellung und der Erhalt einer möglichst selbstständigen Lebensführung, die Wiedereingliederung in das gewohnte soziale Umfeld sowie das Vermeiden weiterer Funktionsverluste. Darüber hinaus sollen Lebensqualität und Rehabilitationsfähigkeit der Patientinnen und Patienten gezielt verbessert werden.
Beitrag zur Entlastung des Gesundheitssystems
Die Geschäftsführerin der Thermenregion GmbH, Silvia Bodi, betont, dass mit der neuen Akutgeriatrie eine bedarfsgerechte Versorgung der komplexen Bedürfnisse älterer Menschen sichergestellt werde. Insbesondere Patientinnen und Patienten, deren Mobilität nach akuten Erkrankungen, Verletzungen oder Operationen eingeschränkt ist, sollen durch gezielte geriatrische Betreuung unterstützt werden. Gleichzeitig leiste das neue Angebot einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des gesamten Gesundheitssystems.
Multiprofessionelle Betreuung und Frührehabilitation
Auch seitens der Klinikleitung des Landesklinikums Baden-Mödling wird die Bedeutung des neuen Departments hervorgehoben. Ein interdisziplinäres, multiprofessionelles Team begleitet die geriatrischen Patientinnen und Patienten mit dem Ziel, ihre Selbstständigkeit wiederzuerlangen, körperliche Fähigkeiten zu stärken und den langfristigen Betreuungsbedarf im Alltag zu reduzieren.
Der Abteilungsvorstand, Polys Polydorou, erklärt, dass frührehabilitative Maßnahmen bereits ab dem ersten Aufenthaltstag umgesetzt werden. Auf der Station A3B am Klinikstandort Mödling steht dafür ein umfassendes therapeutisches Angebot zur Verfügung, das auf die Wiedereingliederung in das soziale Umfeld, die Vorbeugung weiterer Funktionsverluste sowie die Verbesserung der Lebensqualität ausgerichtet ist.
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