Die Gardegasse bleibt Thema

Falschparker müssen mit einem Strafmandat oder einer Anzeige rechnen, auch wenn BV Blimlinger um Nachsicht ersuchte.
  • Falschparker müssen mit einem Strafmandat oder einer Anzeige rechnen, auch wenn BV Blimlinger um Nachsicht ersuchte.
  • hochgeladen von Sabine Ivankovits

Der Widerstand gegen die Verkehrsänderungen im Grätzel Gardegasse, Faßziehergasse, Zitterhofgasse und Kirchberggasse wächst. Bezirksvorsteher Blimlinger ist um eine Lösung bemüht.

Vergangenen Mittwoch versammelten sich an die 50 Betroffene, um ihren Unmut gegen die neue Fußgängerzone in der Gardegasse sowie gegen die Einbahnregelungen kundzutun. „Eigentlich wollten wir uns nur im kleinen Kreis zusammensetzen, mit so viel Andrang haben wir nicht gerechnet“, erzählt einer der Initiatoren der neuen „Initiative Pro 1070“. Gegründet wurde ­diese, um „eine saubere Lösung für das Grätzel zu finden“.

Es hagelt Strafmandate
Aufregung gab es vor allem, weil es – entgegen der Aussagen von Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger – Strafmandate und Anzeigen hagelt. Eine Anrainerin empört sich: „Mein Mann hat mit Polizisten gesprochen, angeblich wurden diese sogar angehalten, Strafmandate zu verteilen!“
Blimlinger dazu: „Ich habe mich lange mit dem Kommandanten von der Stiftgasse unterhalten und um Nachsicht gebeten. Ich habe allerdings kein Durchgriffsrecht. Die meisten Einsätze vor Ort erfolgen allerdings nach Anrufen von Anrainern, die sich über Falschparker beschweren. Natürlich müssen die Beamten dann kommen. Ich habe gebeten, dass sie beide Augen zudrücken, das geht aber leider nicht immer.“

Fahrverbot, außer für Anrainer
Die „Initiative Pro 1070“ würde sich als Lösung für das Grätzel ein Fahrverbot für alle, ausgenommen der Anrainer, wünschen. „Das wäre die beste Lösung gewesen.“ Laut Blimlinger ist das eine „wunderbare Idee, aber rechtlich nicht durchführbar. Ich bin mit der Idee bis zu Stadtrat Rudi Schicker gegangen, der das aber abgelehnt hat. Das Problem dabei ist vor allem die mögliche Nachahmung. Wenn man das irgend­wo in Wien macht, wollen das andere auch.“ Damit wären irgendwann einmal alle Straße quasi privatisiert.

250 Unterschriften
Derzeit ist eine Unerschriftenliste für eine Änderung der neuen Verkehrsordnung im Umlauf, etwa 250 Personen haben schon unterschrieben. „Da muss man schauen, ob es sich tatsächlich nur um Anrainer handelt“, so Blimlinger. „Ich weiß von vielen, die unterschrieben haben, dass sie nicht im dem Grätzel wohnen. Werten kann man nur tatsächliche Anrainer und nicht die Personen, die im Grätzel arbeiten oder in der Nähe wohnen.“

Eine offizielle Umfrage fordert auch die „Initiative Pro 1070“. Erste Gespräche zwischen einem der Initiatoren und Blimlinger gab es bereits, am 1. Dezember will man sich wieder treffen. „Wir wollen eine saubere Befragung der Bevölkerung, denn dann kann man von Demokratie sprechen.“

Blimlinger ist für eine derartige Befragung. „Das habe ich immer gesagt, dass wir das machen können. Wenn, dann wird die Befragung offiziell durch die Bezirksvorstehung durchgeführt werden.“

Die Unterschriften, die vor der Umsetzung des Projekts ­gesammelt wurden, will beziehungsweise darf Blimlinger nicht wie gefordert den Betroffenen zeigen, um zu sehen, wie viele tatsächlich für dieses Projekt waren. „Das fällt unter Datenschutz, da müsste ich erst die Betroffenen fragen, ob ich die Liste hergeben darf.“ Er ist aber überzeugt, dass zumindest in der Gardegasse 90 Prozent der Anrainer für diese Lösung seien.

Autor:

Sabine Ivankovits aus Innere Stadt

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