Verkehr in der Hermanngasse
Poller sollen Raser stoppen, Bezirk prüft jetzt Maßnahmen
- Rund um die Kurve in der Hermanngasse spielt sich das Großstadtleben auf engstem Raum ab.
- Foto: Mathias Kautzky/MeinBezirk
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In der vergangenen Bezirksvertretungssitzung am Neubau stellte die ÖVP einen Antrag, der verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Poller, Fahrbahnanhebungen oder -verengungen in der Hermanngasse fordert. Laut der Stadt wird derzeit geprüft, was möglich ist.
WIEN/NEUBAU. Mehrere Lokale samt Schanigärten, eine Schauspielschule, eine Auto- und Motorradwerkstatt, das Amtshaus Neubau und natürlich das Hermannbad: Rund um die Kurve in der Hermanngasse spielt sich das Großstadtleben auf engstem Raum ab. Viele Bezirksbewohnerinnen und -bewohner bezeichnen das Grätzl sogar als ihr zweites Wohnzimmer.
Trotz Einbahnführung und geringer Fahrbahnbreite wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h regelmäßig von vielen Fahrzeugen überschritten. Weil die Aufenthaltsqualität der Besucherinnen und Besuchern genauso wie die Lebensqualität der Anrainerinnen und Anrainer stark vom Straßenverkehr beeinflusst wird, wurde in der jüngsten Bezirksvertretungssitzung Ende Juni ein Antrag zu einer Verkehrsberuhigung gestellt.
"Wo Menschen ihr zweites Wohnzimmer auf der Straße haben, darf das Auto nicht zum Risiko werden", sagt Neubaus ÖVP-Obfrau Christina Schlosser. Nachsatz: "Wir wollen entschleunigen, bevor etwas passiert."
Poller vor dem Hermannbad?
Konkret hat Schlosser gemeinsam mit ihrer Fraktion verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Poller, Fahrbahnanhebungen oder Fahrbahnverengungen beantragt, um die Geschwindigkeit der Fahrzeuge im Kurvenbereich der Hermanngasse spürbar zu senken.
- "Wo Menschen ihr zweites Wohnzimmer auf der Straße haben, darf das Auto nicht zum Risiko werden", sagt Neubaus ÖVP-Obfrau Christina Schlosser.
- Foto: Christina Schlosser
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Was sagt Bezirksvorsteher Markus Reiter (Grüne) zu den Plänen der ÖVP? "Verkehrssicherheit ist uns im 7. Bezirk ein wichtiges Anliegen. Deshalb wollen wir uns die Situation in der Hermanngasse gemeinsam mit allen Beteiligten genau anschauen. Der entsprechende Antrag wurde in der vergangenen Bezirksvertretungssitzung einstimmig der Mobilitätskommission zugewiesen", erklärt der Bezirkschef und merkt an, dass man die Situation genau prüfen wolle.
Verkehrsbehördliches Ermittlungsverfahren
Dazu wolle man auch die Verkehrsbehörden, die Polizei und die Wirtschaftskammer zurate ziehen. "Auf dieser Grundlage wollen wir gemeinsam schauen, ob es Verbesserungsmöglichkeiten geben kann und welche Maßnahmen sinnvoll und notwendig sein können."
Die MA 46 – Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten bestätigt, dass sie vom Bezirk bereits eine Anfrage zwecks Überprüfung des Straßenzuges erhalten habe. "Derzeit wird ein verkehrsbehördliches Ermittlungsverfahren in Bezug auf das Erfordernis von eventuellen ergänzenden Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit durchgeführt", sagt ein Sprecher. "Gegebenenfalls werden dann Verkehrsmaßnahmen wie Verkehrszeichen, Bodenmarkierungen oder bauliche Abänderungen umgesetzt."
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