Kindermuseum feiert Jubiläum
Vor 30 Jahren hat es Zoom gemacht in Wien
- Bereits Kleinkinder ab 8 Monaten werden im Kulturzentrum für Kinder die Welt mit allen Sinnen erforschen.
- Foto: ZOOM Kindermuseum/J.J. Kucek
- hochgeladen von Nicole Gretz-Blanckenstein
Seit 30 Jahren gibt es das Zoom Kindermuseum bereits: Direktorin Andrea Zsutty sprach im Interview mit MeinBezirk über Erfolge, Herausforderungen und Herzensprojekte.
WIEN/NEUBAU. Happy Birthday: Drei Jahrzehnte gibt es das Zoom Kindermuseum im Museumsquartier im 7. Bezirk bereits. Wir haben Direktorin Andrea Zsutty anlässlich des Jubiläums zum Interview getroffen und mit ihr über ihre bisherigen Highlights, Herzensangelegenheiten und Zukunftswünsche gesprochen.
Heuer feiert das Zoom Kindermuseum seinen mittlerweile 30. Geburtstag. Was waren für Sie Ihre drei schönsten Momente?
ANDREA ZSUTTY: Da wäre meine erste Ausstellung "Mit und ohne Worte", die ich als Direktorin eröffnet und mitkuratiert habe. Das ist schon ein ganz besonderer Moment, wenn man so ein Thema setzen kann. Mein aktuell größtes Herzensprojekt ist ein hybrider Trickfilm-Workshop in Kooperation mit der Heilstättenschule Wien. Dabei können Kinder, die aus psychischen oder physischen Gründen isoliert sind, gemeinsam mit ihren Familien oder Schulkolleginnen und -kollegen zeitgleich einen Trickfilm produzieren. Die Gruppe ist bei uns im Zoom Trickfilmstudio und ein mobiles Team ist vor Ort bei dem erkrankten Kind.
- Andrea Zsutty ist seit Dezember 2019 Direktorin des Zoom Kindermuseums im Museumsquartier.
- Foto: RMW/Spitzauer
- hochgeladen von Andrea Peetz
Wie oft schaffen Sie so einen Workshop?
Wir befinden uns in einer Pilotphase und möchten zumindest zehn Workshops anbieten. Die Herausforderung ist groß, da das Setting immer ein anderes ist: Mal sind wir bei einem Kind zu Hause, mal im Spital. Das ist eines der schönsten Projekte.
Und Ihr dritter schönster Moment?
Als wir nach Corona wieder aufsperren konnten, weil das einfach für meine Anfangsjahre so prägend war, dieses "Wir gehen in einen Normalbetrieb über". Das war, glaube ich, enorm wichtig für uns als Team.
- Bald heißt es auch in Floridsdorf: Ab ins Zoom Kindermuseum!
- Foto: ZOOM Kindermuseum/eSeL.at
- hochgeladen von Nicole Gretz-Blanckenstein
Was waren die drei erfolgreichsten Ausstellungen?
Wir sind dann erfolgreich, wenn wir ein sehr schwieriges Thema umsetzen können oder wenn wir uns einem relevanten Thema widmen, wie Flucht oder dem Tod. Hier hat das Zoom Kindermuseum wirklich Pionierarbeit geleistet. Aber auch, wenn unsere Ausstellungen in anderen Ländern umgesetzt werden, wie "Erde. Erde" oder "Alles Holz", die auch in Deutschland gezeigt wurden.
Zweites Zoom Kindermuseum kommt
2027 eröffnet in Floridsdorf ein zweites Zoom. Wie laufen die Vorbereitungen dafür?
Aktuell stellen wir uns sehr viele inhaltliche Fragen, die ja auch unmittelbare Auswirkungen auf dieses Haus hier haben. Denn alles, was wir dort machen, verändert auch das Zoom im Museumsquartier. Also sind wir gerade am Evaluieren. Was ist hier so gut und wichtig, dass wir es auch in Floridsdorf machen möchten? Was hemmt uns, wie etwa fixe Beginnzeiten oder der Anmeldeprozess? Woran wollen wir vielleicht etwas ändern?
- In der Schloßhofer Straße 16-18 wird der zweite Standort des Zoom Kindermuseums in Floridsdorf eröffnet.
- Foto: ZOOM Kindermuseum/J.J. Kucek
- hochgeladen von Nicole Gretz-Blanckenstein
Wie sehr wird es sich vom ersten Zoom unterscheiden?
Zum einen wird es geografisch anders gelagert sein, aber auch thematisch, da wir uns in Floridsdorf das Haus mit dem Kinder-Literaturhaus teilen werden. Wir werden in erster Linie für die Kinder vor Ort da sein. Floridsdorf ist ein riesiger Bezirk mit vielen Kindern. Aufgrund der Lage direkt beim Bahnhof haben wir ein großes Einzugsgebiet mit Kindern, für die es schwieriger ist, zu innerstädtischen Veranstaltungen zu gehen.
Welche drei Wünsche haben Sie für die nächsten Jahre?
Mein größter Wunsch ist eine ausreichende Finanzierung. Wir sind ein privater, gemeinnütziger Verein und immer an der Grenze unserer finanziellen Möglichkeiten. Unsere Förderungen erhalten wir jährlich. Hätten wir ein Drei-Jahres-Budget, würde das unsere Arbeit sehr erleichtern. Es ist ein tolles Haus mit einem super Team und ich wünsche mir sehr, dass wir mit dieser Energie so weitermachen können.
Und der dritte Wunsch?
Dass wir das, was wir im Museumsquartier so gut können, noch besser ins zweite Zoom nach Floridsdorf bringen.
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