Freizeitjournal Industrieviertel 2024
Gipfelstürmer und Wanderer im Bezirk Neunkirchen

Neunkirchen – Paradies für Gipfelstürmer udn Wanderer. | Foto: Santrucek
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Das Angebot im Bezirk Neunkirchen ist so vielfältig wie die Region selbst.

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Ein Wochenende reicht bei weitem nicht aus, um die vielen Möglichkeiten auszuschöpfen, die sich dem Touristen erschließen. Ein Gipfel-Paradies
Aufgrund der Geographie steht der Bezirk Neunkirchen vor allem bei Wanderern und Bergsteigern hoch im Kurs. Egal, ob Sie einen Ausflug auf den 2.076 Meter hohen Schneeberg, auf die Hohe Wand (1.132 Meter), auf die Rax (2.007 Meter) oder den Hochwechsel (1.735 Meter) ins Auge fassen – für jeden finden sich geeignete Touren – von Frühjahr bis Winter. Dabei kann es durchaus bequem zugehen; so lässt sich der Schneeberg mit der Salamander-Zahnradbahn ohne Anstrengungen erobern, während man mit der Seilbahn auf das Raxplateau kutschiert wird.

Den Burgen auf der Spur

Man kann sich aber auch den vielen Burgen und Ruinen widmen. Der Türkensturz bei Scheiblingkirchen ist sehr bekannt und bereits von der Südautobahn aus zu sehen. Ungewollte Berühmtheit erlangte er auch, als im Vorjahr der Turm der Ruine einstürzte. Weniger bekannt, aber nicht weniger interessant sind die Überbleibsel der Ruine Schrattenstein bei Schrattenbach.
Die Burg selbst wurde im 12. Jahrhundert erbaut und wechselte wiederholt die Besitzer, bis sie 1937 an die Stadt Wien verkauft wurde. Sie lässt sich auch gut von Würflach aus – bei einer Wanderung durch die wild-romantische Johannesbachklamm (Bild) – erkunden. Planen Sie hierfür allerdings gut vier Stunden Marsch hin und retour ein. Dafür werden Sie mit einer atemberaubenden Naturkulisse und am Standort der Ruine mit tiefen Einblicken in das Schneebergland belohnt.

Foto: Santrucek

Kulturelle Vielfalt

Kultur-affine Gäste werden im Sommer die Inszenierungen im Theater Reichenau/Rax, die Kulturreihe am Semmering oder auch die Konzerte auf Schloss Stixenstein zu schätzen wissen. Wer sich für die regionalen Besonderheiten interessiert, sollte einen Blick in die vielen Museen werfen – etwa das Stadtmuseum Neunkirchen oder das Hammerstiel-Museum, das dem großen Maler Robert Hammerstiel aus Ternitz gewidmet ist.

Sport-Hotspot St. Corona

Im Sommer nutzen viele Menschen Freizeit und Urlaub für sportliche Aktivitäten in der Natur. Zu einen Hotspot hat sich St. Corona gemausert. Die imposante Erlebniswelt „Wexl Arena“ stellt ein Mekka für Mountainbiker dar. Ebenfalls einen Besuch wert ist der Motorikpark: hier dürfen sich Kinder und Junggebliebene auf einen großen Spielplatz freuen. Bei den vielen Stationen gilt es, Gleichgewicht und Koordination unter Beweis zu stellen.

Nachhilfe für die Biker

Für die ganz Kleinen ist der Mini-Bikepark eine Empfehlung. Hier können Kinder den sicheren Umgang mit dem Mountainbike lernen, wobei der Schwierigkeitsgrad langsam mit Steilkurven und Wellenbahnen gesteigert werden kann.

Foto: Santrucek

Eine kulinarische Reise

Wer es süß mag, ist im Bezirk Neunkirchen besonders gut aufgehoben. Egal, ob man zur legendären Buchtel mit Powidl- oder Marillenmarmeladen-Füllung (mit Vanillesauce) greift, die am Fuße des Schneebergs bei der Zahnradbahn-Haltestelle Baumgartnerhaus kredenzt wird, oder zum Klosterkrapfen, der im Pilgerort Maria Schutz bei Schottwien heimisch ist; an diesen Köstlichkeiten darf kein Dessertliebhaber achtlos vorbeigehen.
Auch Fisch-Fans kommen im Bezirk Neunkirchen auf ihre Kosten. So wird beispielsweise in Rohrbachgraben (nahe Schneeberg) seit 2009 der Schneeberger Eismeersaibling gezüchtet. Und die „Wechselforelle“ (aus dem Wechselgebiet) landet beim lokalen Bauernmarkt in Gloggnitz auf dem Verkaufsstand.
Bodenständige Kost bieten die zahlreichen Heurigenbetriebe. Ob sie geöffnet sind, kündigt der Heurigenbusch vor dem Lokal an. Aber Achtung: bei Heurigen im Raum Neunkirchen wird Apfel- und Birnen-Most ausgeschenkt, während im Badener Raum und im Burgenland Weinheurige verbreitet sind.
Im riesigen Waldgebiet des Bezirks Neunkirchen – rund 70 Prozent des Bezirks sind bewaldet – tummelt sich natürlich reichlich Wild. Manches wird auch in eigenen Gehegen, wie in Schrattenbach, für den Verzehr gezüchtet.

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