Fachschule Warth
Weiße Fahne bei Zusatzausbildung Wildbachbegehung

Prüfungsvorsitzender Karl Lobner (links) und Maximilian Posch (250. Absolvent, 4.v.l.) mit den neuen Wildbachbegeherinnen und Wildbachbegeher am Ufer des Haßbaches | Foto: Jürgen Mück
  • Prüfungsvorsitzender Karl Lobner (links) und Maximilian Posch (250. Absolvent, 4.v.l.) mit den neuen Wildbachbegeherinnen und Wildbachbegeher am Ufer des Haßbaches
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Zum zwölften Mal fand der schriftliche Teil der Prüfung zur Wildbachbegehung an der Fachschule Warth statt und dabei konnte die weiße Fahne gehisst werden: Alle 26 Schülerinnen und Schüler bestanden die Prüfung erfolgreich. Zuvor absolvierten sie die praktische Ausbildung, bei der reale Wildbäche inspiziert und begangen wurden.

Ein besonderer Meilenstein: Mit Maximilian Posch aus Köttlach (Bezirk Neunkirchen) wurde der 250. Absolvent dieser Zusatzausbildung gefeiert. „Auch die anderen Schülerinnen und Schüler des dritten Jahrgangs der Fachrichtung Landwirtschaft bestanden die Prüfung mit Bravour“, betont Fachlehrer und Prüfungsvorsitzender Karl Lobner.

Die frisch ausgebildeten Wildbachbegeherinnen und Wildbachbegeher sind nun berechtigt, selbstständig im Auftrag von Gemeinden Wildbäche zu begehen. Diese Aufgabe ist gesetzlich verankert: Laut Forstgesetz und NÖ Forstausführungsgesetz sind Gemeinden verpflichtet, geschulte Fachleute mit der jährlichen Beobachtung von Wildbächen zu betrauen. Anrainerinnen und Anrainer werden dabei über mögliche Gefahren informiert, denn sie sind ihrerseits verpflichtet, die Ufer in Stand zu halten.

Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die Vorbeugung von Naturkatastrophen. Durch frühzeitiges Erkennen von Gefahren können gefürchtete Folgewirkungen starker Gewitter – wie Verklausungen oder Geschiebeablagerungen – weitgehend vermieden werden. Das System wirkt als effizientes Frühwarnsystem zur Reduktion des Katastrophenrisikos.

Die Ausbildungsschwerpunkte umfassen Wildbachkunde, die Beurteilung von Gefahrenquellen, den Bau und die Funktion von Wildbachbauwerken sowie rechtliche Grundlagen. Durchgeführt wird die Ausbildung in Kooperation mit der Wildbach- und Lawinenverbauung, einer Dienststelle des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft.

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