Bezirk Neunkirchen schwitzt
Das "Jesolo-Outfit" ist nicht immer gerne gesehen
- Johanna Mikl-Leitner mit Hündin Milou.
- Foto: Mikl-Leitner
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Bei 30°C und mehr sind kurze Hosen und Flip-Flops ein Segen. Aber ist die Sommer-Kleidung überall gern gesehen?
BEZIRK NEUNKIRCHEN. BEZIRK. Johanna Mikl-Leitner hat eine Diskussion losgetreten. Erstmals in ihrer politischen Laufbahn hat sie Kleid und Blazer gegen eine kurze Hose samt T-Shirt getauscht und damit die Richtung im heurigen Sommer vorgegeben. Aber nein, dabei handelt es sich nicht um eine modische Entgleisung der Landeshauptfrau, sondern vielmehr um das Freizeit-Outfit bei einem Spaziergang mit Hündin Milou.
Für MeinBezirk Neunkirchen dennoch Grund genug nachzufragen, wie man sich bei sommerlicher Hitze in der Arbeit richtig kleidet und ob Flip-Flops im Büro angebracht sind.
- Bernhard Dissauer-Stanka (WKNÖ) mag's Business Casual.
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Für MeinBezirk Neunkirchen dennoch Grund genug nachzufragen, wie man sich bei sommerlicher Hitze in der Arbeit richtig kleidet und ob Flip-Flops im Büro angebracht sind. "Die Zulässigkeit von kurzer Kleidung und Flip-Flops hängt vom Tätigkeitsbereich und den damit verbundenen Anforderungen ab", heißt es aus der Landesgesundheitsagentur. Vor allem Flip-Flops seien oft aus Sicherheitsgründen tabu. "Und im Küchenbereich gelten klare Vorgaben hinsichtlich Arbeitssicherheit, Hygiene und Gesundheitsschutz", so Gerald Spiess von der LGA.
"Business Casual" angesagt
"Flip-Flops und kurze Hosen sind daher unüblich, Polo Shirts und Sneaker werden gerne getragen", so Dissauer-Stanka.
- AMS Neunkirchen-Leiteirn Petra Hofmann.
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Auch AMS und AKNÖ legen Wert auf ein zum Auftreten passendes Outfit bei Kundenkontakten. "In Bereichen ohne unmittelbaren Parteienverkehr bestehen in der Praxis meist größere Spielräume", so AMS-Leiterin Petra Hofmann. "In der AK gibt es keine Kleidervorschriften. Man appelliert an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sich standesgemäß zu Kleiden. Aber es gibt keine Info, was 'standesgemäß kleiden' heißt", ergänzt AKNÖ Neunkirchen-Chefin Marianne Landa.
- Marianne Landa, AKNÖ Neunkirchen-Leiterin.
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"Grundsätzlich ist Sommerbekleidung im Gottesdienst nicht verboten. Natürlich ist es eine Stilfrage. Was anstößig ist, wird unterschiedlich empfunden. Der Pfarrer ist in der Regel derjenige, der als letzter, nach dem Gottesdienst, eventuell in einem diskretem Gespräch auf einen Fehlgriff in der Bekleidung hinweist", so der Ternitzer Pfarrer Wolfgang Fürtinger zu MeinBezirk.
Badeschlapfen unpassend
Geht es nach der Direktion des Gymnasiums Neunkirchen, dürften die Lehrer in kurzen Hosen unterrichten. "Kurze Hosen sind beinahe unumgänglich, da wir keinerlei Klimatisierung oder Zuluft haben und daher die Temperaturen schon sehr früh beinahe unerträglich sind", erklärt Gerhard Ruhs, Leiter der AHS Neunkirchen. Er selbst trage allerdings keine Shorts in der Schule. Flip Flops wie auch Crocs oder Adiletten empfindet Ruhs als nicht angemessen und unpassend: "Dies betrifft grundsätzlich das Lehrpersonal - bei den Schülerinnen und Schülern verhält es sich aber eigentlich automatisch ähnlich. Sie kleiden sich zwar auch gerne in kurzen Hosen aber Flip Flops und ähnliches sind eigentlich die Ausnahme."
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