Leserbrief
Höchste Töne für das Krankenhaus Kittsee
- Der Landesobmann des Burgenländischen Seniorenbundes, 2. LT-Präs. a.D. Rudi Strommer schrieb einen Leserbrief
- Foto: z.V.g.
- hochgeladen von Andrea Glatzer
Nach einem Krankenhausaufenthalt in Kittsee im Dezember hat uns Ing. Rudi Strommer, 2. Landtagspräsident a.D. und Landesobmann des Seniorenbundes Burgenland, nachstehenden Leserbrief geschrieben und um Veröffentlichung ersucht.
Sehr geehrte Damen und Herren, mit einem akuten Gallenleiden habe ich am Abend des 15. Dezember 2025 nach dringendem Anraten meiner Hausärztin das Krankenhaus Kittsee aufgesucht, wo ich umgehend untersucht und aufgenommen und am nächsten Tag sofort operiert werden musste.
Bestens versorgt und betreut musste ich drei lange Tage nach der Operation auf der Intensivstation, inkl. Magensonde und Sauerstoff verbringen, weil die Angelegenheit doch etwas komplizierter war. Danach konnte ich in die Chirurgische Abteilung verlegt werden, wo ich am 22. Dezember 2025 entlassen wurde.
Als langjähriger Mandatar und politischer Verantwortungsträger unseres Bezirkes ist es mir ein besonderes Bedürfnis festzustellen, dass die medizinische und pflegerische Betreuung im Krankenhaus Kittsee von mir als besonders kompetent wahrgenommen wurde. Mit den derzeit laufenden Investitionen von rd. € 45 Millionen, mit Investitionen in Operationssäle usw., wird unser Bezirkskrankenhaus Kittsee auf ein Niveau auf Höhe der Zeit gebracht. Dies ist für die medizinische Versorgung im nördlichsten Bezirk besonders wichtig, zumal unser Bezirk Neusiedl am See mit rd 62.000 Einwohnern und mit ca. 1000 km2 (das sind rd. ¼ der gesamten Landesfläche!) der größte Bezirk des Burgenlandes ist.
Das Krankenhaus Kittsee wurde 1902 eröffnet, damals finanziert von Augenarzt Fürst Dr. Ladislaus Batthyany-Strattmann (Anm.: Von Papst Johannes Paul II im Jahr 2003 seliggesprochen ist er der einzige Selige des Burgenlandes, der Diözese Eisenstadt), und steht seither im Dienst der medizinischen Versorgung der gesamten Region.
Die jetzigen Investitionen sind unbedingt notwendig, weil mit einem allfälligen Neubau eines Krankenhauses, wo immer das im Bezirk gebaut wird, von der Zeitschiene her noch mindestens zwei Landtagswahlen vergehen werden.
Zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung und um Anfahrtswege zu verkürzen muss die Unfallambulanz Frauenkirchen (wie bis 2012) wieder 24 Stunden geöffnet werden. Zusätzlich muss auch die medizinische Versorgung unserer Tourismusgäste gewährleistet sein: Im Burgenland werden pro Jahr rd. 3 Mio Gästenächtigungen erwirtschaftet, knapp die Hälfte davon, nämlich nahezu 1,4 Mio, allein im Bezirk Neusiedl am See.
Bis zum Bau eines neuen Krankenhauses daher für den Bezirk Neusiedl am See: KH Kittsee weiter ausbauen und Unfallambulanz Frauenkirchen wieder 24 Stunden öffnen!
Mit freundlichen Grüßen
2. LT-Präs. a.D. Ing. Rudolf Strommer
Landesobmann Burgenländischer Seniorenbund
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