Meierhof in Edelstal
Familie Glaser bewahrt alte Traditionen
- Rosa und Karl Glaser aus Edelstal führen ihren Bauernhof in vierter Generation.
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Heute feiern wir den Landespatron des Burgenlandes, den Heiligen Martin. Bei vielen Familien kommt dazu traditionell ein Gänsebraten auf den Tisch.
EDELSTAL. Karl Glaser und seine Frau Rosa halten auf ihrem eigenen kleinen Bauernhof ebenfalls Gänse.
In vierter Generation
Bereits Anfang des letzten Jahrhunderts erwarb die Urgroßmutter von Glaser den damaligen Meierhof in Edelstal. Passend zum Gebäude steht dieses noch heute auf der Adresse Meierhof 1 in der Gemeinde. Heute führen die beiden die Wirtschaft bereits in vierter Generation, aber mittlerweile nur mehr für den Eigengebrauch. Neben weißen Gänsen tummeln sich im Garten um den über 100 Jahre alten Meierhof auch Enten, Hühner, Katzen und Hofhunde.
"Ich kann mir ein Leben ohne Tiere nicht vorstellen. Es ist für mich Urlaub, mich zu ihnen zu setzen. Sie interagieren mit uns.", zeigte sich Rosa Glaser beim Besuch entzückt.
Auch ihr Ehemann fühlte sich inmitten der Tiere sichtlich wohl, der Schmerz, nicht mehr selbst tatkräftig anpacken zu können, war ihm während des Erzählens aus alten Tagen aber spürbar anzuerkennen.
"Es ist viel zu tun, aber wir machen es nach und nach.", fasste er den Alltag zusammen.
Im Naturhistorischen Museum
In seinen Erzählungen blühte er auf. Vier seiner Gänse seien sogar im Naturhistorischen Museum ausgestellt, ihres Zeichens eine Weiße, eine Grau-, eine Nil- und eine Lockengans. Letztere sind vermutlich den wenigsten bekannt, sehen aber "sehr entzückend" aus, wie auch Rosa beim Gespräch betonte.
- Auch sogenannte Lockengänse tummeln sich im Garten der Familie Glaser.
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Die meisten der Gänse, die die beiden heute noch halten, bekommen am Hof in Edelstal "ihr Gnadenbrot". Und dies unter besten Voraussetzungen, denn der Garten der Familie Glaser lässt keine tierischen Wünsche offen: Freilauf den ganzen Tag über, verschiedenes Obst und Gemüse und dazwischen ein "Tratsch" mit den Besitzern. Dadurch erreichen auch viele von ihnen das stolze Alter von über 30 bis 40 Jahren.
Im Gegensatz zu Hühnern und Enten sind Gänse reine Vegetarier, wusste der Hof-Herr zudem zu berichten.
Bis nach Luxemburg
Während die Urgroßmutter, Oma und Mutter von Glaser die geschlachteten Tiere regelmäßig am Markt in Hainburg – man musste dafür "über den Wald" marschieren – verkaufte, nutzen Karl und Rosa ihre Tiere mittlerweile nur noch für den Eigengebrauch.
- Bereits vor über 100 Jahren übernahm die Urgroßmutter von Karl den damaligen Meierhof in Edelstal.
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Früher waren sie und ihre Gänse jedoch weithin bekannt und beliebt, sogar bis nach Luxemburg hätten sie verkauft, erzählte Karl stolz. Der belesene Rentner und seine Frau haben selbst viele Länder bereist, doch schließlich waren sich beide einig:
"Zuhause ist es doch am schönsten."
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