Märchenmagie bei der Sommeroper Kittsee
Premiere von Hänsel und Gretel im Schlosspark
- Bei der Sommeroper in Kittsee präsentiert sich ein international erfolgreiches Solisten-Team: Cathrin Chytil, Maria Cherkavskaya, Fiaka Goranci, Leah Manning, Jorge Alberto Martinez Mendoza und Celia Sotomayor
- Foto: Andrea Glatzer
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Zauberhaft, klangvoll und kurzweilig lässt sich die Premiere von Humperdincks Märchenoper "Hänsel und Gretel" im Schlosspark in Kittsee beschreiben. Sie hält was sie verspricht: Einen lauen Sommerabend mit Märchenmagie und Klangzauber.
KITTSEE. Dank der feinfühligen Inszenierung und Regie wird das Publikum von Beginn an vom Orchester, den Solist:innen und Schauspieler:innen in die weltbekannte dreiaktige Märchenoper von "Hänsel und Gretel" aufgenommen. Selbst das in Eigenregie gestaltete Bühnenbild besticht durch Einfachheit, Liebreiz und pittoresken Details. "Es ist ein echtes Herzstück dieser Produktion!" Ab der stimmungsvollen Ouvertüre, die schauspielerisch sowohl von Kindern und Erwachsenen aus Kittsee, großartig umgesetzt wird, kann sich das Publikum nicht dem Bann des Märchens entziehen. Es folgen drei Akte: Daheim in der ärmlichen Stube des Besenbinders, im Wald und schließlich bei der Hexe im Knusperhäuschen.
- Das Märchen für Klein und Groß nimmt seinen Anfang
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Ein Männlein steht im Walde
Die seit Generationen bekannten Volksweisen, gehen ins Ohr: "Suse, liebe Suse, was raschelt im Stroh", "Brüderlein, komm, tanz mit mir" oder "Ein Männlein steht im Walde". Zudem erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vibrierender Hexentanz, bei dem einem Hören und Sehen vergeht. Regisseurin Celia Sotomayor, hat sich die Rolle der Hexe meisterhaft auf den Leib geschnitten. Starke Szenenbilder wechseln sich ab: Die Abschiedsszene der fortgejagten Kindern (die Mezzosopranistin Flaka Goranci - in der Rolle des Hänsel und die Sopranistin Leah Manning als Gretel) sorgt für traurige Momente. Die böse Mutter wird von Cathrin Chytil gesungen, die sich auch als brillante künstlerische Direktorin der Sommeroper Kittsee auszeichnet. An ihrer Seite als Vater, der beeindruckende Bass-Barition mit dem klingenden mexikanischen Namen Jorge Alberto Martinez Mendoza. Für die märchenhaftesten Momente des Abends sorgt Maria Cherkavskaya. Die lyrische Koloratursopranistin schafft Raum für einen ganz starken Auftritt mit einer überdimensionalen Pusteblume in der Rolle des Sandmännchens, wenn sie über den Schlossgarten heranschwebt, um Träume zu verteilen. Es ist jener Moment, in dem Friede einkehrt im Wald und die Kinder ihren "Abendsegen" beten. Ein wunderschönes Szenebild mit den Vierzehn Engeln bleibt in Erinnerung. Nach der Pause stehen das Knusperhäuschen mit all seinen Verlockungen und ein irrsinniger Hexentanz am Programm. Bei Hänsel und Gretel geht alles gut und ist somit ein ganz heißer Tipp für Familien.
- Bei der Premiere: Bürgermeister Hannes Hornek, Landesrätin Daniela Winkler, Professor Eduard Kutrowatz und Mag. Walter Roth
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Ein verdienter Schlussapplaus
Das Publikum würdigt die besondere Leistung aller Darbietenden mit einem großen Schlussapplaus. Klangvollen Zauber verbreitet das wunderbare Orchester mit Klavier-Solistin Ayako Ono, Konzertmeisterin Violine 1 Annika Toth, Violine 2 Johanna Ivanka, Cellistin Stephanie Toth, Kontrabassist Danián S. Posse und Hornist Daniel Hirsch.
Stellvertretend für den Kulturverein Schloss Kittsee bedankte sich Johannes Frey bei allen Sponsoren, u.a. bei der Gemeinde Kittsee und Bürgermeister Hannes Hornek, Bäckerei Ströck, Katharina Paradeis in Vertretung der Otto Hatzel Stiftung, Uniqa, Früchteküche Unterweger. Im Premierenpublikum begrüßt wurden Landesrätin Daniela Winkler, die Landtagsabgeordneten Bgm. Gerhard Bachmann und Bgm. Gerald Handig, Rudolf Smolej, Prof. Eduard Kutrowatz, der neue Berater des Pannonischen Forums Kittsee, u.v.m.
Fazit: Die Sommeroper Kittsee hat einen Weg eröffnet, der im Vorjahr mit der österreichischen Uraufführung "Der Wald" begonnen wurde und der noch viele erfolgreiche Produktionen in diesem Musiksegment hervorbringen möge.
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