Paartipps aus Bruckneudorf
Wenn der Urlaub zur Belastungsprobe wird
- Ein Streit im Urlaub mit dem Partner kommt häufiger vor, als viele denken – und das, obwohl der Urlaub eigentlich Erholung versprechen sollte.
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BRUCKNEUDORF. Sommer, Sonne, Sonnenschein, Auszeit vom Alltag - Koffer packen und endlich ab in den Urlaub! Es könnte alles so schön sein, wären da nicht die Diskussionen mit dem Partner/der Partnerin - und das bereits in den ersten Tagen am Urlaubsort. Aber warum ist das so? Wir haben bei der Paarberaterin Sabine Peer aus Bruckneudorf nachgefragt.
- MEINBEZIRK: Warum kommt es gerade im Urlaub so häufig zu Konflikten in der Partnerschaft?
SABINE PEER: Gerade dann kommen viele Paarkonflikte an die Oberfläche. Zum einen freut man sich auf erholsame Tage, liebevolle Stunden mit dem Partner und zufriedene Kinder - fern vom stressreichen Arbeitsalltag. Die Sehnsucht nach dem perfekten Urlaub ist groß, aber die Seele benötigt noch ein paar Tage, um vom gewohnten Hamsterrad ein paar Gänge herunterzuschalten. Oft sind die hohen Ansprüche an die Urlaubszeit nicht realistisch und Enttäuschungen sind vorprogrammiert.
Zum anderen tauchen in der Urlaubszeit Beziehungskonflikte auf, die im Alltag mehr oder weniger friedlich unter dem Teppich ruhen. Vieles, das bislang nicht ausgesprochen wurde, findet nun in kleinen Stresssituationen sein Ventil.
- "Oft sind die hohen Ansprüche an die Urlaubszeit nicht realistisch und Enttäuschungen sind vorprogrammiert", so die Paarberaterin Sabine Peer.
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- Wie wichtig ist Kommunikation bereits vor dem Urlaub?
Zunächst empfiehlt es sich, eine Reise nicht unmittelbar nach dem letzten Arbeitstag anzutreten. Zwei bis drei Tage Zeit, um sich gedanklich vom Job zu verabschieden und in Ruhe alle Urlaubsvorbereitungen zu treffen, tragen schon zu einem entspannten Urlaubsbeginn bei. In diesen Tagen können bewusste Gespräche mit dem Partner Klarheit über die Bedürfnisse und Wünsche in der gemeinsamen Zeit schaffen. Wenn es schon längere Zeit Themen gibt, die Sie beschäftigen, ist es sinnvoll, diese in einem offenen Dialog noch zu Hause anzusprechen, um die Belastung nicht mit in den Urlaub zu nehmen.
- Was tun, wenn es zum großen Knall kommt? Wie kann man die Wogen wieder glätten?
Sollte es im Urlaub dennoch krachen, versuchen Sie, sich zuerst einen Moment für sich selbst zu nehmen und reflektieren Sie, welchen Beitrag Sie selbst für einen gelungenen Urlaub leisten können. Führen Sie ein offenes Gespräch mit Ihrem Partner bzw. Ihrer Partnerin und teilen Sie einander mit, was Sie empfinden. Und zu guter Letzt: Lenken Sie Ihren Fokus aufs Positive: Wir nehmen Negatives fünfmal stärker wahr, als Positives, daher verlieren wir oft die schönen Dinge aus den Augen: Das Rauschen des Meeres, die herzliche Umarmung der Tochter, die ausgezeichnete Pizza, das süße Lächeln des Liebsten, der feine Sand unter den Füßen, der Sonnenuntergang am Horizont, …
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