Hightech Medizin versus Ethik

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OBERPULLENDORF (SK). Der Vorstand der KRAGES Gynäkologieverbundes Prim. Dr. Martin Fabsits und sein Team luden zur Podiumsdiskussion, die von Landesrat Dr. Peter Rezar eröffnet wurde, in die KUGA ein. Grund dafür ist die von der SPÖ und Grünen geforderte Novelle zum Fortpflanzungsmedizingesetz.
"Der rasante Fortschritt in der Reproduktionsmedizin fordert klarere gesetzliche Grundlagen", appellierte Rechtsanwalt Mag. Dr. Johann Kuzmich. Die vom Bundeskanzleramt einberufene Bioethikkommission hat sich nun mehrheitlich für die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID), das heißt das Zulassen von Gentests an Embryonen im Labor, das Erlauben von Eizellspenden und für das Ermöglichen von In-Vitro-Fertilisation (IVF), künstlicher Befruchtung bei Alleinstehenden und gleichgeschlechtlichen Paaren ausgesprochen. Das Verbot der Leihmutterschaft wird aufrecht erhalten, somit soll es für homosexuelle Paare die Möglichkeit der Adoption geben.
Die IFV-Gesellschaft und die österreichische Gesellschaft für Reproduktionsmedizin fordern seit Jahren die PID und die Eizellspende, um die Möglichkeiten der heutigen Medizin besser ausschöpfen zu können. Durch PID wäre es möglich viele Genkrankheiten beim Embryo auszuschließen und die Eizellspende würde vielen unfruchtbaren Frauen die Mutterschaft ermöglichen. Diese High-tech Medizin muss sich aber den Vorwurf gefallen lassen, Wünsche erfüllen zu können, die ethische Fragen aufwerfen. Wie: Ab welcher Zellzahl beginnt Leben? Wann und was darf selektiert werden? Wer darf Leben in lebenswert und nicht lebenswert kategorisieren? Denn der Embryo nach Maß weckt die Hoffnung auf ein Kind nach Maß!
Die Politikexperten sind gefordert all diesen medizinischen und ethischen Fragen Halt zu geben. Klar wurde beim Hören der Vorträge, was das Team des Institutes für künstliche Befruchtung, unter der Leitung von OA Dr. Peter Bauer leistet, 150 IVF pro Jahr, die dann mit einer Erfolgsrate von 33 % zur gewünschten Schwangerschaft führen, und wieviel Glück die Errungenschaft der künstlichen Befruchtung zahlreichen Paaren gebracht hat!

Autor:

Eva Maria Plank aus Oberpullendorf

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