„Franzi" auf der Flucht
Nandu sorgt für vier Tage Aufregung im Bezirk
- "Franzi" das Nandu aus Weppersdorf.
- Foto: Andreas Nussbaumer
- hochgeladen von Victoria Rosenberger
Die Nandu-Dame „Franzi“ hielt die Polizei und die Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Oberpullendorf mehrere Tage lang auf Trab, nachdem sie durch eine Beschädigung am Gehegezaun vom „Lebenshof Sonnenweide“ entwischte.
WEPPERSDORF. Durch einen Sturm vor wenigen Wochen war ein Baum auf den Zaun des Nandu-Geheges gestürzt und hatte eine Lücke hinterlassen. „Franzi“, eine Nandu Dame, nutzte die Gelegenheit und schlüpfte am vergangenen Dienstag aus dem Gehege. Ihr Fluchtweg führte sie durch das Ortsgebiet von Weppersdorf, wo sie nicht nur den Kreisverkehr und die Park & Ride-Anlage, sondern auch die stark befahrene B50 überquerte.
Schwierige Einfangaktion
Sowohl Autofahrerinnen und Autofahrer als auch der besorgte Besitzer des Lebenshofs informierten sofort die Polizei. Mehrere Beamtinnen und Beamte der Polizeiinspektion Kobersdorf versuchten über Stunden, das flinke Tier einzufangen. Doch Nandus, die bis zu 60 km/h schnell laufen und blitzschnell Haken schlagen können, sind schwer zu fassen. Auch „Franzi“ entwischte den Helferinnen und Helfern immer wieder knapp, sodass der Einsatz zunächst erfolglos abgebrochen werden musste.
- Die Polizeiinspektion Kobersdorf nach einer erfolgreichen Einfangaktion mit der Patenschaft von "Franzi".
- Foto: Andreas Nussbaumer
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Glückliches Ende
Erst vier Tage später entdeckte eine aufmerksame Anrainerin das Tier im Ortsgebiet von Tschurndorf. Mit einer klugen Aktion – sie öffnete das Gartentor – lockte sie „Franzi“ in ihren Garten. Zur selben Zeit passierte ein Bauer die Szene und half spontan, indem er mit seinem Traktor den Weg blockierte. So gelang es schließlich, die Nandu-Dame sicher einzusperren.
Nach dieser aufregenden Flucht konnte „Franzi“ unversehrt wieder zurück in ihr Gehege auf dem „Lebenshof Sonnenweide“ gebracht werden. Andreas Nussbaumer, der Besitzer des Lebenshofs, bedankte sich für den unermüdlichen Einsatz der Polizei und überreichte den Beamtinnen und Beamten der Dienststelle Kobersdorf symbolisch die „Ehrenpatenschaft“ für Franzi.
Dank der Unterstützung der Anrainer und der Polizei ist die Geschichte von „Franzi“ gut ausgegangen – ein glückliches Ende für das entlaufene Tier und seine Retter.
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