24.03.2017, 16:57 Uhr

Sozialprojekt „Nachbarschaftshilfe PLUS“ geht erfolgreich ins vierte Jahr

Bundesrat Bgm. Peter Heger, Edith Hrabec, DSA Erich Craß, Bgm. Werner Hofer, Ing. Thomas Hampl, Norbert Cserinko, Bgm. Landesrätin Klaudia Friedl, DSA Petra Prangl, Martina Treiber, Bgm. Thomas Hauser, Bgm. Friedrich Kreisits, Bgm. Klaus Schütz, Nicole Wallner-Wessely vordere Reihe: Stephanie Gager, Sonja Jerson, Nicole Schmidt, Michaela Heschl, Sylvia Wimmer, Bgm. Bruno Stutzenstein (Foto: Foto: privat)
BEZIRK. Nachbarschaftshilfe hat im Burgenland eine lange Tradition. Deswegen startete vor 3 Jahren im Mittelburgenland ein Pilotprojekt, das nunmehr in acht Gemeinden (Piringsdorf, Steinberg-Dörfl, Unterfrauenhaid, Horitschon, Lackenbach, Lackendorf, Kobersdorf und Stoob) erfolgreich umgesetzt wird. Die Ergebnisse zeigen, dass besonders das Angebot an Fahr- und Bringdiensten wie etwa zu Ärzten ins Krankenhaus, zu Behörden oder zum Einkauf sowie Besuchs- und Spaziergehdiensten in den Gemeinden gebraucht wird und die Lebensqualität der Bevölkerung durch das Projekt gestiegen ist.

Miteinander über Generationsgrenzen

Vereinsobfrau, DSA, Petra Prangl
. „Das Innovative an unserem Projekt ist, dass wir die Nachfrage an kleinen Unterstützungsdiensten für die vorwiegend ältere Bevölkerung mit dem freiwilligen Engagement von Ehrenamtlichen in den Gemeinden vor Ort abstimmen. Das Miteinander über Generationsgrenzen wird gestärkt und wir wachsen in unseren Gemeinden wieder ein Stückchen näher zusammen. Auch andere Regionen des Burgenlandes interessieren sich für unser Projekt – das freut uns.“
Über 4.600 soziale Dienste wurden im letzten Jahr von fast 170 Ehrenamtlichen geleistet, die 5.000 Stunden ihrer wertvollen Zeit für Andere geschenkt haben und 45.000 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt haben. Die sozialen Dienste sind für Nutznießer/innen der Partnergemeinden kostenlos, die Kosten übernehmen die Gemeinden, die auch Förderungen nützen. Fast 100% der im Rahmen einer externen Evaluierung befragten Nutznießer/innen geben an, dass durch das Projekt Ihre Lebensqualität stark gestiegen ist.

2017 wurde Kooperation mit der Volkshilfe Burgenland gestartet.

Projektleiterin Astrid Rainer
„Wir denken, dass es wichtig ist, die einzelnen Anbieter, die in Gemeinden mit der älteren Bevölkerung in Kontakt sind, zu vernetzen. Wir können miteinander und voneinander lernen.“
Geschäftsführer Volkshilfe Burgenland, Mag. (FH) Georg Stenger. 
„Die Volkshilfe Burgenland bietet den BurgenländerInan 365 Tagen im Jahr ein breites Spektrum an sozialen Dienstleistungen. Im Jubiläumsjahr 2017 feiert die Volkshilfe in Österreich bereits ihr 70-jähriges Bestehen. Wir freuen uns mit dem Sozialprojekt Nachbarschaftshilfe Plus eine Kooperation zu starten, da die Volkshilfe Burgenland mit ihrem breiten Betreuungsangebot eine perfekte Ergänzung zu den ehrenamtlichen Tätigkeiten des Sozialprojektes darstellt. Somit kann eine leistbare und ganzheitliche Betreuung in den unterschiedlichen Lebenslagen für alle Burgenländer gewährleistet werden. Für den der hilft, blüht das Leben!“

Das Projekt „Nachbarschaftshilfe PLUS:

In acht mittelburgenländischen Gemeinden werden im Rahmen einer überparteilichen Kooperation soziale Dienste für alle Generationen („Nachbarschaftshilfe PLUS“) angeboten, von TeilzeitbüromitarbeiterInnen koordiniert und von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen ausgeführt. Diese erhalten einen Fahrtspesenersatz und sind personenunfall- und personenhaftpflichtversichert.

 Jeweils zwei Gemeinden bilden meist ein sogenanntes „Gemeinde-Tandem“ teilen sich eine Büromitarbeiterin, die „Angebot“ und „Nachfrage“ koordiniert.
Für BürgerInnen der Partnergemeinden ist das Angebot grundsätzlich gratis. 
Projektträger ist ein gemeinnütziger Verein, finanziert wird das Projekt von den Gemeinden und gefördert von Leader, dem Land Burgenland und der EU.
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