KLAR-Programm macht klimafit
Klimawandel-Pilotprojekt in Pinkafeld und Riedlingsdorf gestartet

Rückhaltebecken in Riedlingsdorf: Bgm. Kurt Maczek (li.), Bgm. Wilfried Bruckner, LRin Astrid Eisenkopf, Christoph Urschler, Markus Puchegger, Alois Kraußler
  • Rückhaltebecken in Riedlingsdorf: Bgm. Kurt Maczek (li.), Bgm. Wilfried Bruckner, LRin Astrid Eisenkopf, Christoph Urschler, Markus Puchegger, Alois Kraußler
  • Foto: FH burgenland
  • hochgeladen von Karin Vorauer

PINKAFELD/RIEDLINGSDORF. Als pannonisch beeinflusste Klimazone ist das Burgenland bereits heute eines der trockensten und wärmsten Gebiete Österreichs. In Zukunft ist bedingt durch den Klimawandel eine Verschärfung der Situation hinsichtlich Extremwetterereignissen – sowohl Unwetter als auch Dürren – zu erwarten.

Maßnahmenpaket erarbeitet

Die Gemeinden Pinkafeld und Riedlingsdorf haben deshalb mit Experten aus Wissenschaft und Forschung ein Maßnahmenpaket erarbeitet, um sich auf diese Herausforderungen vorzubereiten. Innerhalb des vom Klima- und Energiefonds initiierten Programms KLAR! wird dieses Konzept nun umgesetzt.

Klimawandel bekämpfen

So sollen beispielsweise in der Landwirtschaft die Forcierung von Humusaufbau, klimafitten Fruchtfolgen, Strategien zur Vermeidung von Austrocknung von Grün- und Naturflächen sowie angepasste Forstwirtschaft umgesetzt werden. Die optimierte Nutzung von Wasserressourcen betrifft neben der Land- und Forstwirtschaft auch den Siedlungsbau und geht Hand in Hand mit dem Katastrophenschutz.
Klimawandelangepasste Raumplanung sowie geeignete Maßnahmen für Gebäude in Bau und Bestand sowie Gesundheitsthemen in Verbindung mit dem Klimawandel – insbesondere Hitze – runden das Maßnahmenpaket ab.

Hitze, Trockenheit und Katastrophenschutz

KLAR!-Manager Christoph Urschler seitens der TBH Ingenieur GmbH erklärt die Ausrichtung der Region innerhalb des Themenfelds: „Die pannonische Modellregion „Pinkafeld-Riedlingsdorf“ war und ist durch Trockenheit, Hitze und Starkniederschlagsereignisse vom Klimawandel besonders betroffen, weshalb viele integrative Anpassungsmaßnahmen notwendig sind. Bis 2050 sollen gegenüber der prognostizierten Trockenheit keine Einbußen in Lebensqualität oder Wirtschaftsleistung eintreten. Ebenso sollen neben den bereits bestehenden Hochwasserschutzbauten weitere Maßnahmen zur Bewältigung von Starkregenereignissen gesetzt werden.“

Konsequente Weiterführung der Stadtvision

Pinkafeld habe sich zum Ziel gesetzt, die hohe Lebensqualität für seine Bewohnerinnen und Bewohner zu erhalten und weiter auszubauen, heißt es von Seiten des Bürgermeisters Kurt Maczek.
„Pinkafeld und Riedlingsdorf hatten in der Vergangenheit gemeinsam bereits einige klimabedingte Herausforderungen zu bewältigen,“ sagt Wilfried Bruckner, Bürgermeister der Gemeinde Riedlingsdorf. „In einigen Katastrophensituationen konnte die hervorragende Zusammenarbeit der Nachbargemeinden auf diesem Gebiet bereits unter Beweis gestellt werden.“
"Die Erfahrungen, die hier in den Gemeinden gesammelt werden, sollen als Vorbild für eine breite Umsetzung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel für das gesamte Burgenland wirken", sagt LRin Astrid Eisenkopf.

Forschung & Lehre

Nicht nur die Bewohner sind Nutznießer der Ergebnisse aus diesem Projekt. So sollen die Erkenntnisse aus dem Projekt in den Forschungsbereich Smart Energy & Innovation der Forschung Burgenland einfließen. Ziel ist dort die ganzheitliche Bearbeitung der Themen Energiewende, Klimaschutz und Klimawandelanpassung. Dieser Themenbereich umfasst nicht nur technische Aspekte, sondern erstreckt sich auch bis hin zu notwendigen Methodenkompetenzen im Bereich Gesundheit und Soziales.
Die Erkenntnisse sowie Schlussfolgerungen und deren abgeleitete Handlungsempfehlungen aus diesem Projekt können zudem in die Lehre an der FH Burgenland in unterschiedlichen Ausbildungsrichtungen einfließen. Projektverantwortlicher ist Markus Puchegger.

Beteiligte

Das Umsetzungsprojekt „KLAR! Pinkafeld-Riedlingsdorf“ wird gemeinsam von der Stadtgemeinde Pinkafeld, der Gemeinde Riedlingsdorf, dem Ingenierbüro TBH Ingenieur GmbH, der Forschung Burgenland GmbH und der 4ward Energy Research GmbH im Rahmen des Programms Klimwandelanpassungs-Modellregionen gefördert vom Klima- und Energiefonds durchgeführt.

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