Sonderausstellung des Museumsvereines Pinkafeld mit einigen historischen Überraschungen

Eines der Highlights der Sonderausstellung des Museumsvereines Pinkafeld: Bebauungsplan des Jahres 1940.
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  • Eines der Highlights der Sonderausstellung des Museumsvereines Pinkafeld: Bebauungsplan des Jahres 1940.
  • hochgeladen von Heinz Bundschuh

Die Stadt Pinkafeld feiert in diesem Jahr mit einer Reihe von Veranstaltungen ihr 80-jähriges Jubiläum der Stadterhebung. Mit der Sonderausstellung "80 Jahre Stadterhebung - Pinkafeld im Wandel der Zeit" reiht sich auch der Museumsverein Pinkafeld in den Reigen dieser Veranstaltungen ein. Neben zahlreichen historischen Aufnahmen und Stadtplänen aus verschiedenen Jahrzehnten wird zum ersten Mal im Stadtmuseum Pinkafeld auch ein Bebauungsplan aus der Zeit des Nationalsozialismus ausgestellt, der einige bemerkenswerte Überraschungen enthält.

Nationalsozialisten wollten Pinkafeld ein neues Gesicht verpassen

„Wir wollen natürlich nicht zu viel verraten, denn die Leute sollen ja auch die Sonderausstellung im Stadtmuseum besuchen. Aber neben der Schlusssteinurkunde der ehemaligen Turba-Kaserne, welche die Familie Pöll dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung stellt, wird erstmals auch ein Bebauungsplan aus dem Jahre 1940 ausgestellt. Wenn man sich diesen einmal genauer ansieht, wird man darin eine Reihe von Überraschungen entdecken“ meint Rudolf Köberl der Obmann des Museumsvereins.

Tatsächlich verhält es sich so, dass die damaligen politisch Verantwortlichen das Aussehen der Stadt an einigen Stellen radikal verändern wollten. Nicht nur so mancher Ortsteil von Pinkafeld würde heute ganz anders aussehen, auch die Bevölkerungsstruktur wäre heute vermutlich eine andere, wären diese Vorhaben in die Tat umgesetzt worden. Im Bebauungsplan finden sich, freilich nie realisierte, Bauten, die auf eine massive Ansiedlung von sogenannten "Volksdeutschen" im Norden und Süden der Stadt schließen lassen.

SC Pinkafeld verlor seinen legendären Sportplatz im Hammerfeld

Eines der wenigen Vorhaben des Bebauungsplanes, das tatsächlich umgesetzt wurde, war die Verlegung des Sportplatzes vom Hammerfeld auf die sogenannte Sowiesn. Die damals legendäre Spielstätte, auf welcher der "SC Hutter&Schrantz Pinkafeld" in der Zwischenkriegszeit von einem Landesmeistertitel zum anderen geeilt war, fiel den ehrgeizigen Ausbauplänen zum Opfer. Stattdessen wurde dem Verein eine „Gstättn“ zugewiesen, die während des Krieges von Jugendlichen und in den Jahren danach von rührigen Funktionären des SC Pinkafeld wieder zu einer Heimstätte des Fußballsportes umfunktioniert werden konnte.

Interessantes Detail in diesem Zusammenhang ist auch die geplante (und niemals verwirklichte) Errichtung eines „HJ-Heimes“ auf dem Areal des heutigen Trainingsplatzes des SC Pinkafeld.

Sonderausstellung startet am 5. Mai

Der Startschuss für diese interessante Sonderausstellung "80 Jahre Stadterhebung - Pinkafeld im Wandel der Zeit" fällt im Rahmen eines Festaktes am Freitag, dem 5. Mai, um 19 Uhr. Zusätzlich wird auch der Raum des Garnisonsmuseums mit der Ausstellung der Schlusssteinurkunde der Kaserne Pinkafeld eine wesentliche Aufwertung erfahren.

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