Glaser kritisiert Dorfbus und SPÖ-Pläne

SÜDBGLD (uch/ms). Nur wenige Tage nachdem LR Verena Dunst in einer Pressekonferenz das Verkehrskonzept des Landes für den Süden und dabei vor allem den Dorfbus lobte, kam die Reaktion der Wirtschaftskammer in Form einer Anzeige gegen die Betreiber des Dorfbusses in den Ortschaften Großmürbisch, Kleinmürbisch, Inzenhof, Neustift und Tschanigraben. Dadurch sind die Förderzuschüsse von Seiten der Dorferneuerung vorerst eingefroren, der Betrieb kann aber aufrecht erhalten werden.
Die Kritik der Wirtschaftskammer richtet sich vor allem daran, dass der Dorfbus nur von Vereinsmitgliedern benutzt werden kann. Außerdem wird bezweifelt, dass jeder Fahrer des Busses auch eine Taxilenkerberechtigung hat. Die Wirtschaftskammer vertritt die Ansicht, dass der Verein Dorfbus bei der Bezirkshauptmannschaft Güssing um eine Gewerbeberechtigung ansuchen muss. „Das werden wir so nicht stehen lassen. Wir werden für die Menschen in der Region kämpfen“, so die erste Reaktion von LR Verena Dunst.
Verständnis für die Anzeige hat NR Franz Glaser. „Gemeindebusse auf Vereinsbasis führen zu Schließungen, wie die Postbus-Linie Luising-Großmürbisch zeigt. Außerdem werden die Kosten im Gemeindebudget verschleiert und eine rechtliche Grauzone geöffnet, weil nur Vereinsmitglieder den Bus benützen dürfen“, so Glaser, der das von LH Hans Niessl vorgestellte „Verkehrskonzept Südburgenland“ als „unbrauchbar“ bezeichnet.
„Es dient nur dazu, im Nachhinein die Schließung der Bahnlinie Oberwart-Friedberg mit Argumenten zu behübschen“, sagt Glaser, der ein dreiteiliges Verkehrsmodell vorschlägt: Leistungsfähige Bus- und Bahnverbindungen in die Zentren Wien, Graz, Eisenstadt und Stein-
amanger, regionale Buslinien, die alle Gemeinden in Taktintervallen an die regionalen Zentren der Bezirksvororte anbinden sowie lokale Nahverkehrsangebote zwischen den Gemeinden inklusive Ruf- und Sammeltaxisystemen und Kindergartenfahrten.
Als Riesenproblem bezeichnet Glaser die Einstellung des Personenverkehrs auf der Bahnlinie Oberwart-Friedberg. „Damit wird die weitere Abwanderung der Bevölkerung und der Wirtschaft vorangetrieben. Deshalb muss der Personenverkehr wieder hergestellt werden!“
Reaktion der SPÖ: „Wir bieten Lösungen, die auf die jeweilige Region zugeschnitten sind. Es geht an der Realität vorbei, wenn VP-Mandatare wie Glaser versuchen, ‚Bus’ und ‚Bahn’ oder ‚Süd’ und ‚Nord’ gegeneinander auszuspielen“, betont Verkehrssprecher Günter Kovacs.
Kritik kommt auch von FPÖ-LA Ilse Benkö: „Glaser kämpft für die Bahn - aber nur im Burgenland, denn im Nationalrat fällt er nicht sonderlich auf. SPÖ und ÖVP verhindern bislang alle Anträge der FPÖ, die diese Forderung beinhalten, auf Bundes- und Landesebene. Glaser sollte sich auch in Wien einsetzen, statt nur fernab des Parlaments den starken Mann zu spielen!“

Autor:

Michael Strini aus Oberwart

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