29.08.2016, 10:21 Uhr

Sommerakademie der Grünen im Zeichen des Friedens

Anita Malli, Dagmar Tutschek, Regina Petrik und Michel Reimon eröffnen die Grüne Sommerakademie auf der Burg Schlaining.

Drei Tage, 170 Teilnehmer: Nach sieben Jahren kehrte die Veranstaltung zurück ins Burgenland, denn die Friedensburg bot die pefekte Kulisse für den Themenschwerpunkt.

STADTSCHLAINING (kv). Den Auftrakt machte die Baumpflanzung im Burggraben zu Ehren von Freda Meissner-Blau, der unermüdlichen Kämpferin für Frieden, Umwelt und Gerechtigkeit. "Freda war nicht nur Beiratsmitglied der Grünen Bildungswerkstatt, sondern auch die erste Grüne Klubobfrau", sagt Bildungswerkstatt-Obmann Andreas Novy. Der Ginkobaum symbolisiert das Leben und den Frieden und ist einer der ältesten Baumarten der Erde.

Grüne Bildungswerkstatt

Die Grüne Bildungswerkstatt beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Umweltproblematik und sozialen Fragen. "Diese Sommerakademie ist ein weiterer Höhepunkt in dieser Reihe. Es geht darum, grundsätzlich über Handeslpolitik und Außenpolitk zu sprechen“, sagt Dagmar Tutschek, Obfrau der Grünen Bildungswerkstatt Burgenland.

Global Denken

In diesen drei Tagen ging es speziell darum, wie eine österreichische Außen- und Handelspolitik aussehen muss, damit endlich in den Krisenregionen der Erde dauerhaft Frieden entsteht. So wird aus Sicherheitspolitik Friedenspolitik, die Umweltfragen berücksichtigt und soziale Ungleichheiten im Blick hat. „Wir sind nicht verantwortlich für Bürgerkriege im Nahen Osten, aber wir müssen dann mit den Auswirkungen kämpfen", sagt Michel Reimon, Abgeordneter des Europäischen Parlaments.

Rechtzeitig reagieren

Derzeit sind im Jemen 10 Millionen Menschen innerhalb ihres Landes auf der Flucht. Nur einer rascher Einsatz der Europäischen Union für den Frieden vor Ort könne die Flüchtlingsströme stoppen bzw. eindämmen. „Wir brauchen eine Außen- und Friedenspolitik, die sicherstellt, dass die Welt ein friedvoller Ort ist“, sagt Reimon. "Österreich braucht daher einen Bundespräsidenten, der die globalen Zusammenhänge versteht und über die Grenzen hinaus denkt", sagt Reimon abschließend.
Weitere Vortragende bzw. Mitwirkende waren unter anderem Werner Wintersteiner von der Uni Klagenfurt, Ursula Gamauf-Eberhardt vom ÖSFK, monika Vana, NRabg. Peter Pilz und BRin Ewa Dziedzic.
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