Wolfsriss bestätigt
Schafe in Matrei wurden nachweislich von Wolf gerissen

Die Schafe in Matrei wurden laut DNA-Untersuchung von einem Wolf getötet.
  • Die Schafe in Matrei wurden laut DNA-Untersuchung von einem Wolf getötet.
  • Foto: Pixabay
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MATREI, VILLGRATEN. „Bei jenen zwei Schafen und zwei Lämmern, die am 10. und 11. Oktober auf der Heimweide eines Bergbauernbetriebs in Matrei tot aufgefunden wurden, wurde die DNA eines Wolfes nachgewiesen“, erklärt Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer. Das hat die DNA-Analyse der vom Amtstierarzt im Zuge der Rissbegutachtungen entnommenen Tupferproben am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien ergeben.

Kein Ergebnis in Außervillgraten

Bei dem am 4.Oktober in Außervillgraten untersuchten Schaf wurde die DNA eines Fuchses nachgewiesen. „Aufgrund des Rissbildes, das auf einen großen Beutegreifer hingewiesen hat, ist in diesem Fall von einer Nachnutzung durch einen Fuchs auszugehen. Die Frage, welchem Verursacher der Riss zuzuordnen ist, bleibt in diesem Fall offen“, so Janovsky. Die betroffenen Tierhalter in Matrei und in Außervillgraten erhalten aufgrund der DNA-Analysen und der fachlichen Einschätzung jedenfalls eine Entschädigungszahlung für die toten Tiere. „Seit den Vorfällen in Matrei wurden der Bezirkshauptmannschaft Lienz keine weiteren Vorkommnisse oder konkrete Hinweise auf einen großen Beutegreifer mehr gemeldet“, führt Bezirkshauptfrau Olga Reisner aus.

Tiere Nachts nicht draußen lassen

Die Risse in Matrei sind einem Wolf aus der italienischen Quellpopulation zuzuordnen. „Ob es Übereinstimmungen mit einem andernorts nachgewiesenen Individuum gibt, können wir derzeit nicht sagen. Hier werden noch weitere Untersuchungen durchgeführt“, so Janovsky. Auch die Frage, wo sich der Wolf derzeit aufhalte, könne nicht beantwortet werden. Die Empfehlung des Landes an die Tierhalter des Iseltales und der Seitentäler bleibt aufrecht: Tierhalter deren Tiere sich noch auf den Weiden befinden, werden aufgefordert, verstärkt nach ihren Tieren zu schauen und insbesondere Schafe, Ziegen und Jungtieren am Abend in den Stall zu bringen.

Autor:

Hans Ebner aus Osttirol

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