Liste Fritz
Nein zu Tunnelplänen am Plöckenpass
- "Ein Tunnel war vor 30 Jahren falsch und ist es noch heute", so Toni Raggl.
- Foto: Liste Fritz
- hochgeladen von Hans Ebner
Mit einem Dringlichkeitsantrag im Oktober-Landtag lehnt die Liste Fritz die Pläne für einen Scheiteltunnel am Plöckenpass sowie für Tunnel-Träumereien durch den Karnischen Kamm entschieden ab.
OSTTIROL. Für Toni Raggl, Bezirkssprecher der Liste Fritz in Osttirol, bringt auch ein Scheiteltunnel am Plöckenpass mehr Nachteile als Vorteile für die Bevölkerung in Osttirol. „Diese Variante wurde zwar in der Vergangenheit mehrfach diskutiert. Allerdings war sie damals falsch und ist es heute umso mehr. Ein solcher Tunnel würde nicht etwa die Region entlasten, sondern vielmehr eine neue Transitroute für den LKW-Verkehr öffnen. Auf dem Rücken der Bevölkerung im Bezirk Lienz“, so Raggl, für den der Verkehr auf Osttirols Straßen bereits an der Belastungsgrenze angekommen ist.
„Durch die Bezirkshauptstadt Lienz rollen täglich mehr als 22.000 Fahrzeuge. Und das seit Jahren auf konstant hohem Niveau. Die Vorstellung, dass mit dem Plöckentunnel nun auch noch eine neue Nord-Süd-Achse für den Transitverkehr entstehen könnte, ist nicht hinnehmbar. Diese zusätzliche Belastung für die Bevölkerung wollen wir verhindern“, erklärt Raggl.
Tiroler Schulterschluss
Liste Fritz-Klubobmann Markus Sint will einen Schulterschluss im Tiroler Landtag erreichen: "Wir sehen die massive Belastung durch den Schwerverkehr über die Drautalfurche zwischen Spittal und Brixen. Dazu befürchten wir mehr Ausweichverkehr über den Felbertauern und Osttirol aufgrund der Bauarbeiten für die Sanierung der Lueg-Brücke auf der Brennerstrecke. Viel Verkehr schon jetzt, dazu Ausweichverkehr und dann noch eine neue Transitstrecke, diese zusätzlichen Belastungen sind der Bevölkerung in den Bezirken Lienz und Kitzbühel nicht zuzumuten. Vor dreißig Jahren haben sich Landespolitik und Bevölkerung erfolgreich gewehrt, jetzt heißt es wieder entschlossen aufzutreten."
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