Osttiroler Volksbank will eigenständig bleiben

"Das Votum ist ein klarer Auftrag der Eigentümer, die Selbstständigkeit zu erhalten", erklärt Aufsichtsratsvorsitzender Leo Gomig.
  • "Das Votum ist ein klarer Auftrag der Eigentümer, die Selbstständigkeit zu erhalten", erklärt Aufsichtsratsvorsitzender Leo Gomig.
  • hochgeladen von Hans Ebner

BEZIRK (red). Die Generalversammlung der Volksbank Osttirol-Westkärnten gab ein klares Bekenntnis zum Erhalt der Selbstständigkeit und erteilte dem neuen Verbundvertrag und der Fusion nach Klagenfurt eine 100-prozentige Absage.

Die Volksbank Osttirol-Westkärnten ist mit einer Bilanzsumme von 380 Millionen Euro die größte Regionalbank in Osttirol und Westkärnten. In ihren wirtschaftlichen Eckdaten ist sie kerngesund, stark und erfolgreich. Sie konzentriert sich auf das lokale Kerngeschäft mit der Bevölkerung und den Unternehmen der Region.

Das von Wien ausgearbeitete Konzept sah vor, dass die Volksbank Osttirol-Westkärnten - wie die anderen regionalen Volksbanken - einen neuen Verbundvertrag mit unbeschränkter Haftung unterzeichnen soll und sich durch großangelegte Fusionen in der Volksbank Kärnten, mit Zentrale in Klagenfurt, wiederfindet.

Dieser Plan und ein Alternativmodell wurden in der Generalversammlung den Mitgliedern, die die Bevölkerung widerspiegeln, vorgetragen und behandelt.

"Das Ergebnis war an Klarheit nicht zu übertreffen", so Aufsichtsratsvorsitzender und Bankgründer Leo Gomig: "100 Prozent stimmten für den Erhalt der Selbstständigkeit. Das ist ein klarer Auftrag der Eigentümer, die Selbstständigkeit zu erhalten."

"Bereits seit Herbst 2014 arbeiten wir konsequent am Konzept, die Selbstständigkeit zu sichern und für die Zukunft auszurichten", so Vorstandsvorsitzender Direktor Hansjörg Mattersberger. "Selbstverständlich stehen wir zum bestehenden Verbundvertrag und wollen auch nicht aus dem Volksbanken-Sektor austreten, doch die Eigenständigkeit lassen wir uns nicht nehmen", ergänzt Gomig.

Mattersberger: "Die Regionalbanken sind für den Erfolg der Wirtschaft und die lokale Entwicklung entscheidend, weil sie eng mit ihrer Heimatregion verbunden sind. Zunehmend müssen die Regionalbanken für die Verfehlungen der Zentralinstitute einspringen. Doch das regional gesund erwirtschaftete Kapital ist für das lokale Geschäft erforderlich. Es in die Zentren abzuziehen, schadet der regionalen Entwicklung. Die Regionen werden dadurch zusehends weiter geschwächt."

In den weiteren Schritten geht es darum, die Organisationsstruktur für die Zukunft auszurichten. Vier weitere Mitarbeiter werden zusätzlich zu den bestehenden 75 attraktive Beschäftigung finden. Mittelfristig denken wir an zwei weitere Geschäftsstellenstandorte in Abrundung unseres Marktgebietes. Mit möglichen Kooperationspartnern für den Zukauf von Teilleistungen ist man schon sehr weit. Die Einhaltung des aufsichtsrechtlichen Rahmens ist selbstverständlich.

Auf die drohenden Stimmen aus Wien werden wir gesprächsmäßig und lösungsorientiert zugehen, so Mattersberger abschließend.

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