Hausbesetzung in Ottakring
Polizeieinsatz in der Neulerchenfelder Straße

Das Haus in der Neulerchenfelder Straße 35 wird von Unbekannten besetzt.
  • Das Haus in der Neulerchenfelder Straße 35 wird von Unbekannten besetzt.
  • Foto: Christian Bunke
  • hochgeladen von Sophie Alena

Unbekannte haben sich in einem Haus in der Neulerchenfelder Straße 35 verschanzt. Die Polizei ist vor Ort, auch der Hubschrauber war im Einsatz.

OTTAKRING. "Die Häuser denen, die drin wohnen", hört man auf einem Video, das ein User auf Social Media geteilt hat. Darauf zu sehen ist das Haus in der Neulerchenfelder Straße mit Transparenten und vermummten Menschen, die den Spruch aus dem offenen Fenster rufen. "You Gentrify, We Occupy", heißt es auf den Transparenten, die auf der Hausfassade zu sehen sind. Am Mittwochmorgen, 5. Dezember 2018, ist die Polizei erstmals zu dem Haus in der Neulerchenfelder Straße 35 im 16. Bezirk ausgerückt.

"Wir richten uns ein, um für immer zu bleiben!", schreiben die mutmaßlichen Besetzer auf ihrem Blog. Laut der Website wird das Haus bereits seit 17. November 2018 besetzt. Man habe sich dort nach eigenen Angaben häuslich eingerichtet und unter anderem ein Wohnzimmer, Schlafzimmer und eine Küche errichtet. Warmwasser und Heizung würden ebenso funktionieren wie der Strom. Es wird auch dazu eingeladen, sich aktiv an dem Projekt zu beteiligen und mitzuwirken. 

Mangel an Wohnraum

Als Grund für die Besetzung wird der Mangel an Wohnraum und Plätzen, an denen man sich frei vom Konsumzwang aufhalten kann, genannt. Das leerstehende Haus der ehemaligen Rema-Print, Druck-und Verlagsges.mbH wurde aus diesem Grund von den Besetzern in Beschlag genommen. Die Druckerei schloss im August 2017 ihre Türen für immer, seitdem steht das Haus leer. "Es macht wütend, dass dieses großartige Haus leersteht, während es in Wien spürbar an Wohnraum und konsumzwangfreien Treffpunkten & Freiräumen fehlt", heißt es in einem Blogbeitrag der Besetzer.

Polizei mit Besitzer im Kontakt

Der Hausbesitzer ist laut Grundbuch die DAW Leasing GesmbH. Was mit dem Haus geplant ist, war vorerst unklar. Die Polizei sei mit dem Besitzer in Kontakt, dieser müsste nun entscheiden, ob sich die Personen gegen seinen Willen im Haus aufhalten. Erst dann könne es zur Räumung des Gebäudes kommen, so Polizeisprecher Harald Sörös. Zur weiteren Vorgehensweise der Polizei konnte er noch keine Angaben machen. Die Besetzer wiederum warfen Flugblätter aus den Fenster, auf denen sie die Nachbarn für Mittwoch, 5. Dezember, um 17 Uhr zu Kaffee und "veganem" Kuchen einladen.

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