185 Kilo Honig
Rekordernte bei Wien Energie, diese Bienen summen besonders fleißig
- Bei den Müllverbrennungsanlagen Spittelau und Flötzersteig von Wien Energie herrscht das ganze Jahr über reges Treiben.
- Foto: Wiener Bezirksimkerei
- hochgeladen von Patricia Hillinger
Wo sonst Müll verbrannt und Fernwärme erzeugt wird, summt es in luftiger Höhe und auf grünen Wiesen. Rund 550.000 Bienen sind bei den Müllverbrennungsanlagen Spittelau und Flötzersteig von Wien Energie im Einsatz.
WIEN/PENZING/OTTAKRING. Die fleißigen Bienen von Wien Energie haben heuer besonders gute Arbeit geleistet: Insgesamt 185 Kilogramm Honig konnten bei den Müllverbrennungsanlagen Spittelau und Flötzersteig geerntet werden. Das sind stolze 55 Kilogramm mehr als im vergangenen Jahr.
Während bei Wien Energie das ganze Jahr über gearbeitet wird, herrscht auch in den elf Bienenstöcken reger Betrieb. Die Spittelau versorgt jährlich rund 76.000 Wiener Haushalte mit Wärme und weitere 30.000 mit Strom. Am Flötzersteig wird Fernwärme für rund 55.000 Haushalte erzeugt. Gleichzeitig sammeln die Bienen in der Umgebung Nektar und Pollen.
- Der geerntete Honig bringt insgesamt 185 Kilogramm auf die Waage - ganze 55 Kilogramm mehr als im Vorjahr.
- Foto: Wiener Bezirksimkerei
- hochgeladen von Patricia Hillinger
Aus der diesjährigen Ernte könnten rund 842 Gläser mit jeweils 220 Gramm Honig gefüllt werden. Betreut werden die elf Bienenvölker von der Wiener Bezirksimkerei, einer zertifizierten Bio-Imkerei. Gemeinsam mit dem Team von Wien Energie wird der Honig geerntet.
Blühende Oasen für die Bienen
Damit sich die Tiere an ihren ungewöhnlichen Standorten wohlfühlen, finden sie rund um die Anlagen ein vielfältiges Nahrungsangebot. In Spittelau sorgt unter anderem der Besucherpfad für eine möglichst lange Blütezeit. Dort wachsen zahlreiche Pflanzenarten, die von März bis in den Herbst hinein Nahrung liefern.
Auch der Urban-Gardening-Bereich auf dem Dach der Power2Heat-Anlage trägt zur Versorgung der Bienen bei. Unterschiedliche Gemüse- und Kräutersorten bieten zusätzliche Blüten. Ein weiterer Vorteil ist die Nähe zum Wienfluss. Auch entlang seiner Ufer finden die Bienen zahlreiche Pflanzen.
Am Flötzersteig haben die Bienenvölker hingegen auf einer Obstwiese ihr Zuhause gefunden. Apfelbäume und weitere blühende Pflanzen sorgen dort für ein reichhaltiges Angebot. Das kommt nicht nur den Bienen zugute, sondern wirkt sich auch auf die Honigernte aus.
Heuer lässt sich das Ergebnis besonders gut sehen: 185 Kilogramm Honig haben die Bienen produziert. Ein süßer Beweis dafür, dass auch mitten in der Stadt genügend Platz für Artenvielfalt und fleißiges Summen bleibt.
Hier kann der Honig ab 5 Euro gekauft werden.
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