Penzing
Seilbahn-Idee für das Otto-Wagner-Areal spaltet die Gemüter

Die Errichtung eines Seilbahnsystems sei aufwendig.(Symbolfoto) | Foto:  Christian Meyer-Hentschel/Unsplash
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Das Otto-Wagner-Areal (OWA) soll für die Bevölkerung besser erreichbar sein. MeinBezirk hörte sich um, was die Penzingerinnen und Penzinger von einer Seilbahn halten würden, die die Neos ins Spiel gebracht haben.

WIEN/PENZING. Die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) bekommt ein neues Zuhause – und zwar am geschichtsträchtigen Otto-Wagner-Areal (OWA). Der Unicampus soll im Studienjahr 2030/31 eröffnen. Fest steht, dass das OWA für die Öffentlichkeit zugänglich bleibt. MeinBezirk berichtete, siehe unten.

Ein elektrisch betriebener Quartierbus könnte die Erreichbarkeit verbessern, hieß es vor einiger Zeit bei der Präsentation, bei der Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) gemeinsam mit u. a. MUK-Direktor Andreas Mailath Pokorny die ersten Details bekanntgab.

Neos-Idee von Seilbahn

Die Penzinger Neos-Klubobfrau Birgit Breitenlacher sprach zuletzt im Interview mit MeinBezirk davon, dass sie in einer Seilbahn eine große Chance sehe, das OWA komfortabel mit dem öffentlichen Verkehrsnetz zu verbinden:

Birgit Breitenlacher setzt sich für Frauen ein

Doch was sagen die Bezirksbewohner dazu? MeinBezirk hat nachgefragt. Ob Seilbahn oder doch eine clevere Buslösung: Die Meinungen gehen weit auseinander – von überzeugter Befürwortung bis zur Ablehnung:

"Ein Prestigeprojekt, das niemand braucht"

"Wir von der Bürgerinitiative 'Steinhof als Gemeingut erhalten und gestalten' haben den Vorteil einer Seilbahn immer darin gesehen, dass sie das Areal nicht nur am Rande erreicht, sondern, ohne umzusteigen, mittendurch geführt werden kann.
Wolfgang Veit, per E-Mail

"Ein Prestigeprojekt, das niemand braucht. Studien zeigen, dass die Seilbahn sinnlos ist. Wien hat eines der besten Öffi-Netze der Welt."
Jur, per E-Mail

"Wir brauchen keine Attraktion"

„Was wir brauchen, ist kein neuer Touristenmagnet, sondern den Erhalt unserer Grünräume für unsere Kinder. Die Steinhofgründe sind Rückzugsort, keine Attraktion.“
Anrainerin, per E-Mail

Eine Seilbahn wäre laut Breitenlacher eine "spannende Idee".  | Foto: Patricia Hillinger
  • Eine Seilbahn wäre laut Breitenlacher eine "spannende Idee".
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"Ja, absolut! Gerade Querverbindungen fehlen in Wien. Eine Seilbahn würde die Nutzung der Öffis im Bezirk attraktiver machen – auch für Touristen."
Oskar Krampf, per E-Mail

"Ich liebe Seilbahnen – aber nicht in Wien. Es gibt genug Öffis, die das Areal erreichbar machen."
Werner Laher, per E-Mail

"Eine gute Idee: Die Kosten wären überschaubar, Arbeitsplätze könnten entstehen und der Bezirk gewinnt an Attraktivität."
Gerhard Ladman, per E-Mail


In Zeiten wie diesen sei Seilbahn "fehl am Platz"

"In Zeiten, wo es finanziell überall kracht, ist eine Seilbahn fehl am Platz. Investiert lieber in den Ausbau der Busverbindungen."
Eveline Hantinger, per E-Mail

"Schon früher fuhr die Linie 47 nach Steinhof. Die Seilbahn wäre heute langfristig die günstigste Variante – schnell, komfortabel und mit Anbindung zur U4."
Rudolf Windisch, per E-Mail

"So ein Blödsinn! Schon genug Geld ist für Radwege verschwendet worden. Auf ältere Menschen nimmt niemand Rücksicht."
Lieselotte Hubmann, per E-Mail

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Die Errichtung eines Seilbahnsystems sei aufwendig.(Symbolfoto) | Foto:  Christian Meyer-Hentschel/Unsplash
Eine Seilbahn wäre laut Breitenlacher eine "spannende Idee".  | Foto: Patricia Hillinger
Die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien soll einen Campus am Otto-Wagner-Areal erhalten. | Foto:  Hans Ringhofer / picturedesk.com
Die Jugendstil-Bauten, von Otto Wagner als Heilanstalt geplant, werden nicht mehr vom Wiener Gesundheitsverbund genützt und erhalten neue Nutzungen. | Foto: Christian Fürthner

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