Brand im Reinlpark
Zerstörtes ÖKlo sorgt für Ärger und zusätzliche Kosten
- Das Öklo im Reinlpark ist abgebrannt.
- Foto: BV14
- hochgeladen von Patricia Hillinger
Unbekannte haben vergangene Woche ein mobiles ÖKlo im Reinlpark in Penzing in Brand gesetzt. Der Vorfall sorgt nicht nur für Unverständnis, sondern belastet auch das Bezirksbudget. Die Polizei wurde eingeschaltet.
WIEN/PENZING. Die mobilen Toiletten, sogenannte Öklos, werden in vielen Penzinger Parks genutzt und sollen besonders Familien, Kindern sowie älteren Menschen den Aufenthalt im Freien erleichtern.
Doch nicht jeder weiß das Angebot zu schätzen. In der Vergangenheit kam es bereits mehrmals zu mutwilligen Zerstörungen dieser umweltfreundlichen Komposttoiletten. Eines der ÖKlos im Matznerpark stürzte 2025 in sich zusammen, das andere im Ludwig-Zatzka-Park brannte völlig aus. Jetzt wurde erneut eine Toilette dem Erdboden gleich gemacht.
Vandalismus trifft den Bezirk
Wer in den vergangenen Tagen den Reinlpark besucht hat, dürfte das zerstörte ÖKlo bemerkt haben. Wie Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner (SPÖ) mitteilt, wurde die mobile Toilette von bislang unbekannten Täterinnen und Tätern angezündet und vollständig zerstört. Der Vorfall wurde der Polizei gemeldet.
Für die Bezirksvorsteherin ist der Vorfall kaum nachvollziehbar. „Es ist für mich unverständlich, wie jemand so etwas machen kann“, erklärt Schüchner. Gleichzeitig betont sie, dass es sich um eine klare Sachbeschädigung handle, die nicht ohne Folgen bleibe.
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Die mobilen ÖKlos werden jedes Jahr in mehreren Penzinger Parkanlagen aufgestellt. Laut Schüchner kommen immer wieder Wünsche aus der Bevölkerung sowie aus dem Kinder- und Jugendparlament nach zusätzlichen Standorten. „Die Klos werden also auch genutzt“, sagt sie.
Ersatz kommt noch heuer
Die mutwillige Beschädigung hat jedoch auch finanzielle Auswirkungen. Muss ein ÖKlo ersetzt werden, entstehen Kosten, die aus dem Bezirksbudget gedeckt werden müssen. Dieses Geld fehle dann an anderer Stelle für andere Projekte im öffentlichen Raum.
„Wenn so ein ÖKlo zerstört wird, geht das zu Lasten unseres Bezirksbudgets. Wir müssen ein neues ÖKlo bezahlen und dieses Geld fehlt anderswo“, erklärt die Bezirksvorsteherin.
Dabei erfüllen die mobilen Toiletten eine wichtige Funktion. Gerade in öffentlichen Grünanlagen ermöglichen sie vielen Menschen einen längeren Aufenthalt im Freien. „Mobile ÖKlos ermöglichen es Kindern und älteren Menschen oft erst, draußen zu sein, wenn sie wissen, dass es im Park ein Klo gibt“, betont Schüchner. Besonders für Menschen ohne eigenen Garten oder Balkon seien Parks ein wichtiger Aufenthaltsort.
Trotz des Vorfalls soll das Angebot im Reinlpark aufrechterhalten werden. Die mobilen ÖKlos stehen üblicherweise bis Oktober in den Parkanlagen. Deshalb wird das zerstörte ÖKlo laut Bezirksvorsteherin noch heuer ersetzt und erneut aufgestellt. Damit soll sichergestellt werden, dass Besucherinnen und Besucher den Park weiterhin wie gewohnt nutzen können.
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