Bezirk Perg
Sechs junge Männer beendeten Zivildienst beim Roten Kreuz
- Bezirksgeschäftsleiter Christian Geirhofer, Fabian Fuchs, Sebastian Weniger, Klemens Gaisberger, Michael Haider, Marco Hofer, Felix Fröller und Rettungsdienstkoordinator Harald Biermair bei der Verabschiedung.
- Foto: OÖRK, Bezirksstelle Perg
- hochgeladen von Michael Köck
Im Jänner traten sechs Zivildiener ihren Dienst beim Roten Kreuz im Bezirk Perg an. Mit 30. September endete ihr ordentlicher Zivildienst. Verabschiedet wurden sie von Bezirksgeschäftsleiter und Bezirksrettungskommandant Christian Geirhofer sowie von Rettungsdienstkoordinator Harald Biermair.
BEZIRK PERG. Gemeinsam blickten die Zivis auf besondere Einsätze, Erfahrungen und prägende Momente zurück. Felix Fröller (20) war an der Ortsstelle St. Georgen an der Gusen tätig. Er interessierte sich schon immer für den Rettungsdienst und war bereits vor seinem Zivildienst freiwillig beim Roten Kreuz aktiv. Auf die Frage, was er aus den vergangenen neun Monaten mitnimmt, antwortet er: „Man macht gefühlt 10 Jahre Lebenserfahrung in neun Monaten.“ Besonders prägend war für ihn ein Einsatz, bei dem er bei einer Reanimation dabei war. Monate später erfuhr er, dass der Mann das Krankenhaus wieder verlassen konnte. Auch die Gemeinschaft auf der Dienststelle ist für Fröller ein wichtiger Teil. Besonders schätzt er, dass unterschiedliche Generationen aufeinandertreffen, man voneinander lernen kann und Freundschaften entstehen.
„Meistens länger auf der Dienststelle“
Michael Haider (20) war hauptsächlich an der Ortsstelle Waldhausen tätig und absolvierte teilweise auch Dienste in Grein. Das Rote Kreuz kennt er seit seiner Kindheit. Sein Engagement begann beim Jugendrotkreuz, auch seine Familie ist aktiv. Dass er sich beim Zivildienst wohlfühlte, zeigt auch seine Aussage: „Selbst nach Dienstschluss blieb ich häufig noch freiwillig auf der Dienststelle“. Besonders die Großübung "Triton26" ist ihm in Erinnerung geblieben. Die Gemeinschaft, neue Kontakte und Freundschaften sind für ihn ein wichtiger Teil seiner Zeit beim Roten Kreuz.
„Viele kleine Dinge haben große Wirkung“
Marco Hofer (20) absolvierte seinen Zivildienst an der Ortsstelle Perg. Freunde hatten ihn auf die Idee gebracht, ein Schnuppertag bestätigte seine Entscheidung. Besonders wichtig ist ihm die Erkenntnis, dass man im Zivildienst viele kleine Dinge tut, die eigentlich gar nicht so klein sind, weil sie für andere Menschen eine große positive Wirkung haben. Auch die vielen neuen Kontakte und die Anerkennung in der Bevölkerung sind für ihn wichtige Erfahrungen – etwa wenn Kinder dem Rettungsfahrzeug zuwinken.
Zivis bei jedem dritten Rettungseinsatz
Der Zivildienst ist eine wichtige Säule im Rettungsdienst des OÖ. Roten Kreuzes. Jährlich leisten rund 650 junge Männer hier ihren Zivildienst. Sie sind überwiegend im Rettungsdienst tätig und bei rund einem Drittel aller Rettungseinsätze dabei. Damit erbringen sie einen wichtigen Beitrag zur flächendeckenden Versorgung in Oberösterreich. Für viele endet das Engagement nicht mit dem Zivildienst: Rund 80 Prozent bleiben dem OÖ. Roten Kreuz anschließend als freiwillige Mitarbeiter erhalten.
Zivildienst im Wandel
Während die sechs Zivildiener ihren ordentlichen Zivildienst nun abschließen, verändert sich gleichzeitig der Rahmen für zukünftige Jahrgänge. Ab 1. Jänner 2027 ist zunächst eine freiwillige Verlängerung des Zivildienstes von neun auf elf Monate vorgesehen. Auch künftig bietet das OÖ. Rote Kreuz jungen Menschen die Möglichkeit, im Rahmen des Zivildienstes Erfahrungen zu sammeln und einen Beitrag im Rettungsdienst zu leisten.
Für die Turnusse im April und Juli 2027 sind noch Plätze verfügbar. Infos unter roteskreuz.at/oberoesterreich/ich-will-helfen/zivildienst
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