Grenzüberschreitende Vernissage von GschlampArt begeistert in Pfarrwerfen .
- Foto: Kulturverein Pfarrwerfen
- hochgeladen von Claudia Witte
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung zur Vernissage der Ausstellung „PIXEL.FARBE.ORT.“ des Künstlers Michael Schweiger, der unter dem Namen GschlampArt im bayerisch-österreichischen Grenzraum lebt und arbeitet.
Bürgermeister Bernhard Weiß begrüßte die Gäste im Gemeindefoyer und würdigte in seiner Ansprache die außergewöhnliche Qualität und Professionalität der Ausstellung. Die präsentierten Werke zeigten eindrucksvoll, wie zeitgenössische digitale Kunst neue Perspektiven eröffnen und gleichzeitig einen starken Bezug zu Heimat und Region herstellen könne.
Für die musikalische Umrahmung sorgten Lydia Weiß (Harfe), Josef Buchsteiner (Klarinette) und Martin Reiter (Cajón). Die drei Musiker, die sonst vor allem in der Volksmusik zu Hause sind, hatten für diesen Abend ein eigens abgestimmtes Programm zusammengestellt und verliehen der Vernissage mit feinfühligen Interpretationen – unter anderem des Klassikers Der dritte Mann – eine besondere Atmosphäre.
In seiner Einführung gab Michael Schweiger Einblicke in seine Arbeitsweise. Unter dem Künstlernamen GschlampArt entwickelt er seit 2021 eine eigenständige künstlerische Position mit einem Schwerpunkt auf digitaler Malerei, ergänzt durch Fotografie, digitale Collagen, Mixed Media sowie Video- und Installationsarbeiten. Seine Werke verbinden urbane Bildwelten mit Naturmotiven und abstrakten Strukturen und bewegen sich zwischen bewusster Gestaltung und kreativem Loslassen.
Dabei sprach Schweiger auch über den Wandel künstlerischer Werkzeuge. Nicht das Medium entscheide über den Wert eines Kunstwerks, sondern der Mensch dahinter – mit seiner Kreativität, seiner Intuition und seinen Erfahrungen. Als Autodidakt habe er sich seine Arbeitsweise über Jahre hinweg durch Ausprobieren, Experimentieren und kontinuierliches Lernen erarbeitet.
Ein zentrales Thema der Ausstellung ist die Frage nach Heimat, Werten und Menschlichkeit. Die Werke laden dazu ein, vertraute Orte neu zu entdecken und eröffnen zugleich Raum für persönliche Gedanken. Auch die Video-Installationen greifen diese Themen auf und erinnern daran, dass jedem Menschen unabhängig von Herkunft oder Lebensgeschichte Würde und Wert zukommen.
Für Aufmerksamkeit sorgte auch ein Mixed-Media-Werk der Pfarrwerfener Kirche. In einer freien künstlerischen Interpretation entstand ein Bild mit einem markanten Riss, der für Schweiger sinnbildlich für unterschiedliche Sichtweisen und Spannungen stehen kann, die letztlich zum Leben einer Gemeinschaft gehören.
Für Michael Schweiger war die Vernissage ein besonderer Meilenstein. Es ist seine erste Einzelausstellung in Österreich. Entsprechend bewegt zeigte er sich von der herzlichen Aufnahme in Pfarrwerfen und bedankte sich bei Bürgermeister Bernhard Weiß, dem Kulturverein Pfarrwerfen sowie insbesondere bei Claudia Witte, die die Ausstellung mit großem Engagement organisiert und begleitet hat. Ebenso galt sein Dank der Künstlerin Tamara „SOMA“ Voggler, die den Kontakt nach Pfarrwerfen hergestellt hatte, aus gesundheitlichen Gründen jedoch nicht an der Vernissage teilnehmen konnte.
Zum Abschluss zitierte Claudia Witte einen Gedanken, der den Abend treffend zusammenfasste: „Unsere Wege fügen sich – gib dir die Zeit, sie zu gehen.“
Die Ausstellung „PIXEL.FARBE.ORT.“ ist noch bis 25. September 2026 während der Öffnungszeiten des Gemeindeamtes im Gemeindefoyer Pfarrwerfen zu sehen.
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