28.10.2016, 09:22 Uhr

Unser Kebap-Test gegen den schnellen Hunger

Dönerkebap wird in Istanbul seit den 1940er Jahren angeboten. Bei uns kennt man ihn seit den 2000ern. (Foto: Symbolfoto: Franz Neumayr)

Wenn es mittags wieder mal schnell gehen muss – sechs Kebaps aus dem Pongau im Test.

Das Wort Kebap (oder Kebab) stammt aus dem Türkischen und steht für „gegrilltes oder gebratenes Fleisch". Die Bezeichnung Dönerkebab bedeutet „(sich) drehendes Grillfleisch" und ist eines der bekanntesten Gerichte der türkischen Küche.

Kebap-Geschichte

Die Zubereitung von Fleisch am Drehspieß hat in Anatolien eine lange Tradition, auch das Servieren von Grillfleisch im Fladenbrot. Früher wurde der Kebap aber noch auf einem horizontalen Grill zubereitet. Ein Koch namens Hamdi soll erstmals in Kastamonu geschichtetes Fleisch an einem senkrecht stehenden Spieß gegrillt haben. Serviert wurde der „Urdöner“ mit einer Mischung aus Petersilie und Zwiebeln, auf Wunsch ergänzt um Reis und Beilagen wie Tomaten, Gurken, Rettich und Peperoni. Woher das Gericht ursprünglich kommt, ist aber umstritten, denn sehr ähnliche Gerichte – wie das arabische Schawarma aus Rindfleisch und das griechische Gyros aus Schweinefleisch – werden ebenfalls an einem senkrecht stehenden Drehspieß gebraten.

Siegeszug um 2000

In Istanbul wurde der Dönerkebab seit den 1940er Jahren angeboten. Seit den 2000ern hat sich das Fastfood in fast allen europäischen Ländern etabliert. Bei uns besteht der Kebap üblicherweise aus Fleisch mit Salat, Kraut, Tomate, Zwiebel und Joghurt-Sauce im Fladenbrot. Wie überall gehen auch hier die Geschmäcker auseinander. Manche mögen ihn schärfer, andere ohne Zwiebel, dafür mit ganz viele Sauce. Um aus diesem Grund den Test möglichst objektiv zu gestalten, wurden alle Zutaten und ihr Verhältnis zueinander aufgelistet, Gewicht und Preis verglichen – woraus sich der Gesamteindruck ergab.

Restaurant Varoli in Bad Hofgastein


Preis: 3,50 Euro;
Gewicht: 380 Gramm;
Zutaten und Mischung: Fleisch, Zwiebel, Rotkraut, Salat, Tomaten, Chiliflocken, Sauce; gute Mischung, sehr sättigend.
Brot: selbstgemacht, extra knusprig aufgebacken;
Gesamteindruck: Sehr gut!


Feroze Kebap in Altenmarkt


Preis: 3,50 Euro;
Gewicht: 260 Gramm;
Zutaten und Mischung: Fleisch, Salat, Zwiebel, Sauce, Chiliflocken, Tomaten – ausgewogene Mischung;
Brot: knusprig, frisch aufgebacken;
Gesamteindruck: Sehr gut!


Calli's Kebap Bischofshofen


Preis: 3,50 Euro;
Gewicht: 255 Gramm;
Zutaten und Mischung: Fleisch, Salat, Joghurt-Sauce, Chili; Keine Zwiebeln oder Tomaten, dafür sehr viel Salat und verhältnismäßig wenig Fleisch;
Brot: leicht getoastet, warm aber nicht knusprig;
Gesamteindruck: Befriedigend!


Pizza Olive in St. Johann


Preis: 4 Euro;
Gewicht: 435 Gramm;
Zutaten und Mischung: Fleisch, Salat, Zwiebel, Tomaten und zwei Saucen, eine davon schärfer – viel Sauce!
Brot: knusprig, frisch aufgebacken;
Gesamteindruck: Sehr gut!


Baris Kebap in Schwarzach


Preis: 3,80 Euro;
Gewicht: 325 Gramm;
Zutaten und Mischung: Fleisch, Salat, Sauce, Tomaten; keine Gewürze, die Menge des Fleisches ist gut, vom Rest ist eher wenig drinnen;
Brot: knusprig, frisch aufgebacken;
Gesamteindruck: Befriedigend!


Feroze Kebap in B'hofen


Preis: 3,50 Euro;
Gewicht: 280 Gramm;
Zutaten und Mischung: Fleisch, Salat, Zwiebel, Tomate, Sauce, Chiliflocken – ausgewogene Mischung, recht klein, aber gut gefüllt;
Brot: knusprig, getoastet;
Gesamteindruck: Gut!
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