Einsatz in Wolfsgraben
Flammen lassen Familien Hab und Gut verlieren

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Mitten in der Nacht war der Himmel über Wolfsgraben glutrot erleuchtet, im Wirtschaftstrakt eines landwirtschaftlichen Anwesens war ein heftiger Brand ausgebrochen.

WOLFSGRABEN (ae). Um 2:34 Uhr wurden die Mitglieder der Feuerwehr Wolfsgraben alarmiert, der Einsatzleiter verhängte die höchste Alarmstufe, B 4, und so wurden auch Einsatzkräfte aus dem Irenental, aus Pressbaum, Purkersdorf, Tullnerbach, Breitenfurt und Laab im Walde aus dem Schlaf gerissen.

Schwieriger Einsatz

Die Wasserleitung für den Erstschlag war rasch aufgebaut, es galt vorrangig den direkt angrenzenden Wohnbereich zu schützen und – unterstützt durch freiwillige Helfer - Tiere in Sicherheit zu bringen. Zeitgleich wurde eine verletzte Person von Rettungskräften erstversorgt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert.
Nach und nach wurden in Summe mehrere Kilometer Schlauchleitungen verlegt, so dass mit Atemschutztrupps an allen Seiten des Gebäudes angegriffen werden konnte. Im Innenangriff und an mehreren Stellen des Daches wurden Öffnungen in die Dachhaut vorgenommen. Die Drehleiter Breitenfurt unterstützte diese Tätigkeiten, danach wurde zusätzlich von oben gelöscht und das Objekt beleuchtet. Im Bereich des Heustadels begann der Dachstuhl nach und nach einzustürzen, das gelagerte Heu stand im Vollbrand und begrub 2 PKW und eine Kleintraktor unter sich, die alle voll ausbrannten.

Zwei Promille

Nach ersten Erfolgen in der Brandbekämpfung wurde begonnen, mit einem Bagger der Firma Bau und Erdbewegung Braunias Heu und andere Gebäudeteile auf der angrenzenden Wiese auszubreiten und dort abzulöschen. Aufgrund der Einsturzgefahr wurden auch Bereiche des verbrannten Dachstuhles abgetragen. Eine Wohnung im Obergeschoß des Hauses konnte komplett, eine weitere nur teilweise erhalten werden, in den Räumen des Untergeschoßes kam es durch den massiven Wasserangriff zu Wassereintritten.
Gegen 9 Uhr vormittags konnte der Einsatzleiter „Brand aus“ geben, dann kamen die Ermittler des Bundes- und Landeskriminalamtes zum Zug. Diese fanden heraus, dass die Schuld an diesem Großbrand vermutlich zwei junge Männer aus dem Bezirk St. Pölten Land trifft, die versucht hatten einen in der Lagerhalle befindlichen Ofen zu entzünden. Als der nicht richtig brennen wollte, schütteten sie Benzin hinein, worauf es zu einer Stichflamme kam und die Situation eskalierte. Der Mann, der schlussendlich selbst die Bewohner alarmierte, war mit rund 2 Promille alkoholisiert.

Hilfe in Not

Im Kino sorgen solche Bilder für Spannung – in der Realtität stehen nun mehrere Familien vor dem Nichts. Da es bis zur Abklärung und Abwicklung mit den Versicherungsträgern noch dauern kann, wurde vor der Gemeinde ein Spendenkonto zur Akuthilfe eingerichtet, am Gemeindeamt liegen Zahlscheine auf. Weiters wird um Sachspenden – Hausrat, Kleidung, Schulsachen - gebeten, auch temporäre günstige Wohnmöglichkeit wird gesucht.

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