Kathi lehrt Pressbaum das Fürchten

Ab in den Käfig: Kathi Hengl-Schmidl lehrt Kindern, Bekannten und Freunden leidenschaftlich gern das Gruseln.
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  • hochgeladen von Bettina Talkner

PRESSBAUM (bt). "Bei größeren Kindern ist das ein Kompliment, wenn sie eine Woche nur mehr bei Licht schlafen können", scherzt Kathi Hengl-Schmidl, inmitten von Blut, Gedärmen und Leichenteilen. In ihrem Keller spukt's, Garage und Garten ziehen bald nach, denn die Pressbaumerin ist bekennende Halloween-Fanatikerin. Und in ihrem Bekanntenkreis für ihre Partys berüchtigt.

Ein "Irrenhaus" entsteht

"Dieses Jahr haben wir das Thema Krankenhaus, Psychiatrie und verrückte Ärzte und Patienten", ist die 37-Jährige schon hibbelig. Auf der Gästeliste stehen etwa 40 Freunde. "Ich gebe mir jedes Jahr ein Budget von 50 Euro. Heuer habe ich das Skelett und die Außenbeleuchtung gekauft", zeigt sie den Bezirksblättern. Die wahren Hingucker hingegen entstehen großteils aus Müll. "Wir haben bei Freunden nach abgelaufenem Verband gefragt, wir sammeln Plastikflaschen und Altpapier." Was nie ausgehen darf, sind Bauschaum und Farbe. "Verschönert" wurde damit auch ein Teddybär, dem plötzlich Gedärme aus dem sonst flauschigen Körper hängen.

Highlight: Besessenes Mädel

In der Kellerecke steht ein Käfig. Die Frage, ob darin schlimme Kinder eingesperrt werden, beantwortet die Gruselfreundin nur mit einem Lacher. Ein "elektrischer Stuhl", eigentlich ein gepimpter Gartensessel, ist bereits in Verwendung. Ein "Patient" hat es sich darauf "bequem" gemacht. Was das Highlight wird? "Sicher die Puppe", deutet Kathi Hengl-Schmidl in einen Winkel, "Das wird das Mädchen, das im Bett schwebt, vom Film 'Exorzist'." Nicht ihre Besessenheit, sondern Angelschnur lässt das Mädel aus Karton und Flaschen aufsteigen.

Gruseln wie in Amerika

Schon im Sommer macht sich Kathi Hengl-Schmidl an die Bastelarbeiten. In den Keller zieht der Spuk schließlich mit September ein, in den Garten erst eine Woche vor Halloween. Dann aber richtig, darauf deuten Grabsteine hin. "Bei uns gehen viele ältere Menschen spazieren, und wenn das aufgebaut ist – es sieht auch blutrünstig und makaber aus –, bleiben sie auch stehen. Man sieht, dass es ihnen nicht passt." Auch der 14-jährige Sohn findet Mamas Leidenschaft eher peinlich. Davon lässt sich die Pressbaumerin, die heuer Hirntorte und Keksfinger serviert, aber nicht abbringen. "House Haunting" lautet ihr Ziel. "Wie in Amerika." Dann dürfen auch Fremde ihr Horrorreich betreten.

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