20.03.2017, 13:17 Uhr

Filmvorführung im Systemischen Zentrum: Psychische Erkrankung als Tabu

Sandra Roider und Andrea Schmid mit den Filmemachern Katharina Heller, Daniel Dajakaj und Alexander Topf. (Foto: Ohm)

Im Systemischen Zentrum Wienerwald in Tullnerbach wurde zur Filmvorführung von "Wellentäler" geladen – ein Film rund um die Stigmatisierung von Menschen mit psychischer Erkrankung.

TULLNERBACH. Im Systemischen Zentrum Wienerwald in Tullnerbach wurde vor Kurzem zur Filmvorführung geladen. "Wellentäler", so der Titel des Films, den die Macher Katharina Heller, Daniel Dajakaj und Alexander Topf persönlich vorstellten. Thema des Films ist die Stigmatisierung von Menschen mit psychischer Erkrankung. Denn immer noch werden Betroffene mit vielen Vorurteilen und Barrieren konfrontiert.

Nicht-Aufklärung macht Angst

"Die Idee zum Film ist bei einem Kaffee in Graz entstanden", erklärt Katharina Heller und setzt fort: „Es hat als Studentenprojekt gestartet und ist dann aber darüber hinausgewachsen.“ Eindringlich und emphatisch schildert der Film Probleme, mit denen Betroffene und auch Angehörige zu kämpfen haben. Doch woran liegt diese immer noch anhaltende Stigmatisierung? Neben einer geschichtlichen Komponente sieht Katharina Heller dafür mehrere Gründe: "Auch die Medien tragen ihren Beitrag dazu. Einer der Hauptgründe ist, weil man noch zu wenig aufgeklärt ist und diese Nicht-Aufklärung einfach Angst bei den Menschen hervorruft."

Viele sind betroffen

Das Thema sollte daher, so Hellers Conclusio, wesentlich mehr aufgenommen und aufgeklärt werden: "Man sollte auf sämtlichen Ebenen daran setzen dieses Thema aufzuklären. Die psychischen Erkrankungen werden immer mehr, und viele sind betroffen – ob als Erkrankter oder als Angehöriger."

Link:
Systemisches Zentrum Wienerwald

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