10.10.2017, 14:31 Uhr

In Tullnerbach sind die Hunde los

Büchsen Hunde aus, besteht ein Risiko für Mensch und Tier. (Foto: Symbolfoto: Archiv/Schwab)

Riskant: Tullnerbacher ärgern sich über drei freilaufende Hunde.

GEMEINDE TULLNERBACH (bt). "Mein Sohn hat panische Angst vor Hunden und hat dementsprechend zu laufen begonnen. Einer ist ihm nachgelaufen und hat ihn gejagt, da hört sich der Spaß auf", ist eine Mutter aus Tullnerbach entsetzt. Schon seit Jahren sichtet sie immer wieder drei freilaufende Huskys – ob beim Joggen im Wald oder direkt in ihrer Siedlung auf der Schubertwiese, wo sie auch schon Katzen nachgestellt haben sollen. "Die kommen aus dem Irenental rüber", meint sie und kritisiert die Fahrlässigkeit der Besitzer. "Es sollte nicht sein, dass Hunde frei herumlaufen. Auch wenn sie nicht aggressiv sind, die können ja auch überfahren werden", so die 38-Jährige.


Gemeinde verweist an Polizei

"Ich habe lediglich einen Eintrag von der vergangenen Woche gefunden, als die Hunde entlaufen sind. Der Besitzer hat das selbst gemeldet", berichtet Christian Serloth, Kommandant-Stellvertreter der Polizeiinspektion Pressbaum. Sind Hunde nicht ordnungsgemäß verwahrt, handelt es sich um eine Verwaltungsübertretung. Die Strafhöhe wird von der Bezirkshauptmannschaft festgelegt.
Unbekannt ist die Situation auch der Gemeinde Tullnerbach nicht. "Ich habe gestern mit einem Streifenwagen geplaudert und gesagt: 'Kümmert's euch bitte darum.' Wenn der wieder in den Dienst kommt, wird das aktenkundig sein", sagte Bürgermeister Johann Novomestsky am Freitag. Bürger hält er dazu an, sich direkt an die Polizei zu wenden. "Bis wir eine Mail weitergegeben haben, vergehen Stunden. Die Polizei selbst ist in 10 bis 15 Minuten vor Ort."


Kühlen Kopf bewahren

Doch wie verhält man sich im Fall der Fälle richtig? "Wenn der stehen bleibt und fixiert einen, wäre es gescheiter mit dem Joggen aufzuhören und ruhig weiter zu gehen oder gegebenenfalls einen Bogen um den Hund zu machen", erklärt die Leiterin des Wienerwaldtierheims Brigitte Prohaska und fügt hinzu: "Oder stehen bleiben und sich zur Seite drehen." Laufen weckt schnell den Jagdtrieb und starrer Blickkontakt kann als Kampfaufforderung gewertet werden.
Prohaska sorgt sich im Fall Tullnerbach auch um das Wohl der Tiere. "Soll ja nicht sein, dass sie erschossen werden." Die Tierheimleiterin will schlichtend eintreten und den Kontakt zu den Besitzern suchen.

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