24.10.2016, 19:00 Uhr

Kampf um Purkersdorfer Notarzt-Stützpunkt

Die SPÖ der Region ist sich einig: Der Notarzt-Stützpunkt soll erhalten bleiben. (Foto: SPÖ)

Glaubt man der derzeitigen Gerüchteküche, dann steht der Notarzt-Stützpunkt in Purkersdorf zur Zeit in Diskussion. Die örtlichen Politiker sprechen sich vorsorglich für einen Erhalt des Stützpunkts in Purkersdorf aus.

REGION PURKERSDORF. Der Notarzt-Stützpunkt in Purkersdorf steht zur Zeit auf wackeligen Beinen – zumindest wenn man der Gerüchteküche glaubt. Das Land NÖ hat den Notarztdienst international neu ausgeschrieben. Gerüchten zufolge könnte der Purkersdorfer Standort innerhalb des Teilbezirks verlegt oder gar geschlossen werden.

ÖVP und SPÖ einig für Stützpunkt

Im Jahr 2015 konnten 29 Menschen ausschließlich durch den direkten Einsatz des Notarztes gerettet werden, Hochrechnungen zufolge wird man im Jahr 2016 rund 1.400 Notarzt-Ausfahrten im Purkersdorfer Stützpunkt zählen. "Wir wollen auf keinen Fall, dass der Notarzt-Stützpunkt in Purkersdorf in Frage gestellt wird", weiß Purkersdorfs Bürgermeister Karl Schlögl (SPÖ) und fügt hinzu: "Alle Bürgermeister des Gerichtsbezirks sind alarmiert. Natürlich ist uns bewusst, dass noch keine Entscheidung da ist und das vorauseilend ist, aber wir wollen das zeitgerecht klarmachen."
Auch die ÖVP des Gerichtsbezirks Purkersdorf ist sich über die Forderung "einig, dass die notärztliche Versorgung in allen Gemeinden des Bezirkes Purkersdorf auch nach der Neuausschreibung in der bisherigen Qualität gewährleistet bleibt", so VP-Regionssprecher Michael Strozer.

ÖVP Purkersdorf Notarzt
VP-Regionssprecher Michael Strozer mit den Bürgermeistern Peter Buchner, Claudia Bock, Michael Cech, Josef Schmidl-Haberleitner, Johann Novomestsky und Gemeinderat Andreas Kirnberger. (Foto: ÖVP)


Zuversicht und Vorbereitung bei Rettungsorganisationen

Im Notfall soll in längstens 20 Minuten Hilfe eintreffen – dies soll laut Land NÖ auch in Zukunft gewährleistet sein. Würde der Notarztstützpunkt in Purkersdorf wirklich gänzlich geschlossen, wären die nächsten Stützpunkte in Neulengbach, St. Pölten und Tulln. "20 Minuten wären dann nicht machbar", ist sich Samariterbund-Obfrau Brigitte Samwald sicher. Sie spricht sich klar für den Stützpunkt-Erhalt in der Wienerwaldstadt aus und ist zuversichtlich: "Alles ist dafür vorgesehen, dafür eingerichtet – warum sollten wir das alles auflösen? Aber ich bin guter Dinge, dass der Standort hier erhalten bleibt."
Wolfgang Uhrmann, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Purkersdorf-Gablitz, könne aufgrund des Verhandlungsverfahrens nicht detaillierter Stellung beziehen. Das Rote Kreuz Purkersdorf-Gablitz wolle sich jedoch "gemeinsam mit den BürgermeisterInnen für die beste Lösung einsetzen. Wir sind für alle Eventualitäten gerüstet und haben schon einen Plan A, B und C vorbereitet, um bestens reagieren zu können", so Uhrmann.
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