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1,6 Millionen Euro für eine Herdenschutzstudie?

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Die Meldung über eine vom Land Tirol in Auftrag gegebene Studie zum Herdenschutz vor Wolf und Bär auf drei Almen hat mich als Bürger und Steuerzahler nachdenklich gemacht. Berichten zufolge sollen dafür rund 1,6 Millionen Euro vorgesehen sein.

Natürlich ist es wichtig, Möglichkeiten für einen wirksamen Herdenschutz zu untersuchen. Schließlich geht es um den Schutz unserer Almwirtschaft, die Zukunft der bäuerlichen Betriebe und den verantwortungsvollen Umgang mit großen Beutegreifern. Dennoch stellt sich die Frage, ob eine derart hohe Summe für eine Studie tatsächlich angemessen ist.

Auch wenn das Land Tirol beim Umgang mit dem Wolf eine klare Linie verfolgt und die Entnahme von Tieren befürwortet, sollten die Kosten und der Nutzen solcher Untersuchungen für die Bevölkerung nachvollziehbar sein. Als Steuerzahler darf man sich darüber kritische Gedanken machen und Antworten erwarten.

Ein weiterer Aspekt liegt mir besonders am Herzen: das Leid der Schafe. Wenn Tiere auf Almen gerissen, verletzt oder in Panik versetzt werden, bedeutet das für die betroffenen Tiere und die Almbauern großes Leid. Dieser Umstand sollte in der öffentlichen Diskussion ebenso viel Aufmerksamkeit erhalten wie die Frage nach geeigneten Schutzmaßnahmen.

Walter Oberhuber

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