MeinBezirk vor Ort Pfafflar
Altes Widum könnte künftig das Gemeindeamt beherbergen

Bürgermeisterin Petra Krabacher vor dem alten Widum. Hier könnte künftig das Gemeindeamt Platz finden. | Foto: MeinBezirk/Günther Reichel
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  • Bürgermeisterin Petra Krabacher vor dem alten Widum. Hier könnte künftig das Gemeindeamt Platz finden.
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In Pfafflar ist man dabei, alte Gebäude einer neuen Nutzung zuzuführen. Im Fokus der Bemühungen steht das alte Widum, das bald neue Aufgaben erfüllen könnte.

PFAFFLAR. Mit knapp über 90 Einwohnern zählt Pfafflar zu den kleinsten Gemeinden Österreichs. Die finanziellen Mittel der Kommune sind entsprechend begrenzt, die Aufgaben jedoch vielfältig. Dennoch hat man sich in der kleinen Lechtaler Gemeinde einiges vorgenommen: Mehrere gemeindeeigene Gebäude sollen saniert, modernisiert und neuen Nutzungen zugeführt werden. Im Mittelpunkt der Überlegungen steht dabei das alte Widum, das künftig als Gemeindeamt dienen könnte.

Ideen gesammelt

„Wir haben das Thema vor einiger Zeit bei einer Gemeindeversammlung vorgestellt und gemeinsam Ideen gesammelt“, berichtet Bürgermeisterin Petra Krabacher. Dabei seien interessante Vorschläge eingebracht worden.
Grundsätzlich bestehe in der Bevölkerung Einigkeit darüber, dass leerstehende oder nur teilweise genutzte Gebäude revitalisiert und sinnvoll verwendet werden sollen.

Alte Sägewerke wieder genutzt

Ein erstes Beispiel dafür ist das ehemalige Sägewerk in Boden. Dieses wurde an einen Pensionisten verpachtet, der dort wieder Sägearbeiten anbietet. Jahrelang stand die Anlage still. Dass sie nun wieder genutzt wird, sei „eine gute Sache“, so Krabacher.
Auch das zweite stillgelegte Sägewerk in Bschlabs hat inzwischen eine neue Funktion erhalten. Das Gebäude wurde den örtlichen Vereinen als Lagerraum zur Verfügung gestellt – dringend benötigter Platz, der laut Gemeinde sehr gut angenommen wird.
Auch hinsichtlich einer neuen Nutzung der alten Volksschule in Boden gibt es Überlegungen, die von einem Verkauf des Gebäudes bis hin zur Sanierung und Vermietung reichen. 

Widum als Gemeindeamt

Das wichtigste Vorhaben betrifft jedoch das alte Widum schräggegenüber der Kirche. Derzeit wird nur ein Teil des Gebäudes als Mietwohnung genutzt, der übrige Bereich steht leer.
Nun wird geprüft, ob sich das Gebäude zu einem funktionalen Gemeindeamt umbauen lässt. Handlungsbedarf besteht jedenfalls: Das derzeitige Gemeindeamt auf der anderen Straßenseite entspricht schon lange nicht mehr den heutigen Anforderungen. Eine veraltete Ölheizung sorgt bereits beim Betreten für unangenehmen Geruch, auch Einrichtung und Räumlichkeiten wirken überholt und wenig einladend.
Mit einer Sanierung des alten Widums könnten neue Möglichkeiten entstehen – etwa ein zeitgemäßes Gemeindeamt samt kleinem Gemeindesaal.

Finanzierung noch offen

Bis zur Umsetzung ist es allerdings noch ein weiter Weg. Noch fehlen die Beschlüsse des Gemeinderates, außerdem muss mit dem Land über mögliche Förderungen gesprochen werden: „Wir müssen klären, ob wir für dieses Vorhaben finanzielle Unterstützung bekommen. Sonst ist es für uns nicht umsetzbar.“
Erst wenn entsprechende Zusagen vorliegen, könne die konkrete Planung beginnen. Im Idealfall sollen diese noch heuer starten und ein Antrag auf Bedarfszuweisungen gestellt werden. Mit finanziellen Mitteln ist vermutlich frühestens ab 2027 zu rechnen.
„Das ist alles sehr sportlich“, sagt Petra Krabacher mit Blick auf den Zeitplan. An der Notwendigkeit eines neuen Gemeindeamts gibt es jedoch keinen Zweifel.

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Bürgermeisterin Petra Krabacher vor dem alten Widum. Hier könnte künftig das Gemeindeamt Platz finden. | Foto: MeinBezirk/Günther Reichel
Das derzeitige Gemeindeamt ist veraltet und entspricht längst nicht mehr heutigen Anforderungen. | Foto: MeinBezirk/Günther Reichel
Rechts das Gemeindehaus, hinten sieht man das Widum. Dazwischen verläuft die Landesstraße. | Foto: MeinBezirk/Günther Reichel
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