Mini Med in Breitenwang
Die häufigsten Augenerkrankungen: Vom ,,trockenen Auge" bis zum grauen und grünen Star

Wolfgang Winkler (li) und Martin Storf (re) kümmerten sich um die Organisation vor Ort. Referent Andreas Till in der Bildmitte.
  • Wolfgang Winkler (li) und Martin Storf (re) kümmerten sich um die Organisation vor Ort. Referent Andreas Till in der Bildmitte.
  • Foto: Außerhofer
  • hochgeladen von Filomena Ausserhofer

BTREITENWANG. ,,Weil Du die Augen offen hast, glaubst Du, Du siehst''. Was sind die häufigsten Augenerkrankungen und wie wird ein grauer oder grüner Star behandelt? Diese und weitere Fragen beantwortete Andreas Till, Facharzt für Augenheilkunde, im Rahmen eines Mini Med-Vortrages im Veranstaltungszentrum in Breitenwang.

Trockene Augen können tränen

Die Symptome eines trockenen Auges kann verschwommenes Sehen auslösen und auch zu geschwollenen, geröteten und sogar tränenden Augen führen. Man kann daher auch einen stechenden oder brennenden Schmerz verspüren. Ihre Augen können sich auch anfühlen, als ob ein Fremdkörper darin stecken würde. Wenn die Augen nicht genügend Tränen produzieren oder die Tränenflüssigkeit zu schnell verdunstet führt es zu trockene Augen. Die Ursache dafür kann eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente sein wie bei ,,die Pille'' oder auch bei Antidepressiva. Ganze 80% der Patienten sind Frauen da es auch Hormonbedingt ist. Weitere Ursachen sind Allgemeinerkrankungen wie Schilddrüsen-Dysfunktion, verschiedene Allergien, Diabetes sowie viel PC-Tätigkeiten oder Klimaanlage. Die Therapie eines trockenen Auges ist Abhängig von der Ursache. Augentropfen oder Gele sind je nach Bedarf unterschiedlich zusammengesetzt und müssen individuell abgestimmt werden wo man am besten unkonservierte Benetzungsmittel benutzen soll, da Konservierungsmittel über längere Zeit den Tränenfilm verschlechtern kann. Für den Alltag sollte man viel Zeit an der frischen Luft verbringen, Schutz vor Wind oder Zugluft und auch ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig.

Was ist eigentlich Grüner Star?

Ein Grüner Star tritt dann auf, wenn der Innendruck im Auge zu hoch ist und so wird der Sehnerv zu wenig durchblutet. Der Grüne Star wird oft zu spät bemerkt, nämlich dann, wenn schon viele Nerven zerstört sind. Hier treten dann bei vielen Patienten Sehprobleme auf wie kleinere fleckenförmige Ausfälle im Randbereich des Gesichtsfeldes die meistens aber nicht gleich registriert werden, da das Gehirn das fehlende Gesichtsfeld ergänzt.. In diesem Stadium können Schäden an den Nerven nicht mehr repariert werden und deshalb sollte man ab dem 40. Lebensjahr mindestens alle zwei Jahre den Augendruck messen lassen. Der Grüne Star kann nicht geheilt werden doch der weitere Verlauf der Verschlechterung der Sehkraft kann in der Regel aufgehalten werden. Unbehandelt führt der Grüne Star nach 10 bis 15 Jahren zur Erblindung. Hingegen zum Grünen Star ist der Graue Star harmloser. Hier trübt sich im Laufe eines natürlichen Alterungsprozesses die klare Augenlinse. Man sieht wie durch einen Schleier. Dieser wird immer dichter, bis das Auge nur noch zwischen hell und dunkel unterscheiden kann. Man spricht hier von einem Grauen Star. Die Ursachen können auch Nebenwirkungen von Medikamenten wie eine längere Einnahme von Kortison sein sowie Diabetes, Rheuma und auch nach Unfällen oder einem Trauma. Aber nicht immer kann eine genaue Ursache dafür festgestellt werden. Es gibt aber auch den angeborenen Grauen Star, die Augenlinse weist schon bei der Geburt eine Trübung auf. Bekannt ist, dass eine Rötelninfektion während der Schwangerschaft beim Kind zu Grauem Star führen kann. Es wird auch vermutet, dass viele Kinder in Entwicklungsländern auch wegen Mangelernährung von der Krankheit betroffen sind. Eine Entfernung der getrübten Linse sowie das Einsetzen einer Kunststofflinse ist hier die einzige Therapiemöglichkeit.

Organisiert wurde die Veranstaltung vor Ort in gewohnter Weise von Wolfgang Winkler, der den Abend auch moderierte, und von Martin Storf.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema auf www.minimed.at

Autor:

Filomena Ausserhofer aus Reutte

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