40 Jahre beispielgebende Nächstenliebe
Vinzenzgemeinschaft Reutte feiert Jubiläum

Jakob Bürgler und Dekan Franz Neuner feiern das Messopfer des Festgottesdienstes zusammen
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Am 19. Mai 2019 feierte die Vinzenzgemeinschaft Region Reutte ihr 40-jähriges Bestandsjubiläum. Anschließend an den Jubliäumsgottesdienst mit Bischofsvikar Jakob Bürgler und Dekan Franz Neuner, waren alle Gottesdienstbesucher zu einem Empfang im Pfarrstadel Breitenwang geladen. Vom langjährigen Obmann der Vinzenzgemeinschaft, Reinhard Beck, gab es einen Rückblick. Dazu ein Dankeswort des Breitenwanger Bürgermeisters Hanspeter Wagner und die Vertreterin des Tiroler Zentralrates der Vinzensgemeinschaft, Vizepräsidentin Dr. Karoline Knitel sprach höchste Anerkennung aus.

Festgottesdienst
In der gut gefüllten Kirche von Breitenwang musste eine kleine Umstellung des Programmes durchgeführt werden, da Bischofsvikar Jakob Bürgler wegen eines Radrennens über den Fernpass sich verspätete. So wurden die Grußworte und der Rückblick auf 40 Jahre Vinzenzgemeinschaft vorgezogen, bevor die Messfeier beginnen konnte. In seiner kraftvollen Predigt ging Bischofsvikar Jakob Bürgler (ehemaliger Pfarrer von Wängle) darauf ein, was es bedeutet, eine Grundhaltung der Liebe einzunehmen. Dabei verwies er auf das Liebesgebot von Jesus Christus. In jedem hilfsbedürftigen Menschen das Gesicht von Jesus zu erkennen und in eine entsprechende Beziehung einzutreten, sei eine große Herausforderung, die sich im Leben auf den vielfältigsten Wegen zeigt. Besonders die lebenslange und unverbrüchliche Liebe einer Mutter zu ihren Kindern sei in ihrer Tiefe und Größe beispielgebend für alle Menschen.

Nr. 59 209
Der ehemalige Obman Reinhard Beck stellte die Organisation der Vinzenzgemeinschaften vor und gab einen Rückblick auf die Geschichte in Breitenwang. Jede Vinzenzgemeinschaft ist ein Verein nach dem Vereinsgesetz und im Vereinsregister eingetragen. In Tirol gibt es derzeit 79 Vinzenzgemeinschaften. Alle Vinzenzgemeinschaften sind unter einer Dachorganisation zusammengeführt, dem Zentralrat. Einen Zentralrat gibt es in jedem Bundesland. Für Österreich gibt es einen Hauptrat in Wien und für die ganze Welt einen Generalrat in Paris. Die Vinzenzgemeinschaft der Region Reutte ist als Nr. 59 209 in Paris registriert. Der Zentralrat ist für die einzelnen Gemeinschaften sehr wichtig. Er ist Stütze und Servicestelle, sowie Verwalter. Am 15. März 2009 wurde mit Altbischof Reinhold Stecher, das 30-jährige Bestandsjubiläum gefeiert, damals noch als Vinzenzgemeinschaft Breitenwang „St. Peter“. Im Frühjahr 2016 wurde der Beschluss gefasst, den Wirkungskreis der örtlichen Vinzenzgemeinschaft offiziell von der VG „St. Peter“ in Breitenwang, auf den gesamten Seelsorgeraum Reutte, mit Sitz in Breitenwang, zu erweitern. Obfrau Gertrud Köck freute sich, alle ihre Amtvorgänger begrüßen zu dürfen. Reinhard Beck ging auf die Schwerpunkte der Arbeit in der Vinzenzgemeinschaft der Region Reutte ein.

Hoagartstube:
Jeden Monat findet eine „Hoagartstube“ im Pfarrstadel Breitenwang statt. Es gibt zuerst immer einen Vortrag zu einem speziellen Thema und anschließend sind alle Besucherinnen und Besucher zu Kuchen und Kaffee eingeladen. Allein in den letzten zehn Jahren wurden insgesamt 90 Hoagartstuben abgewickelt. Die Zahl der gebackenen Kuchen geht in die Hunderte.

Maiwallfahrt:
Jedes Jahr wird im Mai eine Wallfahrt zu einer ausgewählten Wallfahrtskirche organisiert. Seit 2009 waren es 10 Maiwallfahrten. Heuer geht die Fahrt nach Seefeld, wobei vormittags in der Kirche St. Oswald ein Gottesdienst stattfindet und am Nachmittag eine Andacht im bekannten Seekirchl. Der soziale Austausch kommt auch nicht zu kurz, die Teilnehmer essen gemeinsam zu Mittag und kehren abschließend nochmals ein.

Geburtstagsbesuche:
Zu verschiedene Geburtstagsjubiläen von Menschen über 80 Jahren, hat die Vinzenzgemeinschaft Reutte in den letzten 10 Jahren rund 800 Personen besucht. Die Zahl der älteren oder kranken Menschen, die von Mitgliedern der Vinzenzgemeinschaft besucht wurden, ist mit mindestens 2.800 anzusetzen. Krankenbesuche werden bei Bedarf und sooft wie nötig gemacht.

Die Organisatoren hoffen, dass immer genug Mitglieder da sind, damit die vielfältige Arbeiten und Liebesdienste in bewährter Art und Weise fortgesetzt werden kann. Jede Frau und jeder Mann mit einer helfenden Hand ist herzlich willkommen.

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