30.11.2016, 12:07 Uhr

Wunderkammer bereitet Sorgen

Die Wunderkammer in Elbigenalp verursacht derzeit erhebliche Abgänge.
ELBIGENALP (rei). 58.000 Euro betrug der Abgang der "Wunderkammer" in Elbigenalp im vergangenen Jahr. Diesen teilen sich die Gemeinde und der Tourismusverband je zur Hälfe. Eindeutig zuviel Geld, wie Bürgermeister Markus Gerber bei der Gemeindeversammlung befand. Er will daher alles daran setzen, um diese Kosten zu senken.

Kosten müssen runter

"Ich sage nicht, dass wir die Wunderkammer zu sperren sollen, aber die Kosten müssen runter", stellt Gerber klar. Eine Möglichkeit wären Einsparungen beim Personal. Zwei Mitarbeiterinnen betreuen das Museum derzeit auf Teilzeitbasis.
Doch ehe man hier den Rotstift ansetzt, möchte Gerber gerne die Einnahmenseite verbessern. Das könnte gelingen, wenn man das Land dazu bringt, Fördergelder für das Museum bereit zu stellen. Entsprechende Gespräche werden derzeit geführt.
Neben der Gemeinde ist der Tourismusverband der zweite Partner der Wunderkammer. Geschäftsführer Michael Kohler weiß um die Bedeutung des Museums: "Die Wunderkammer ist ein ideales Schlechtwetterprogramm für Lechtal-Urlauber." Deshalb liegt dem TVB viel daran, dass das Museum weiterhin in vollem Umfang geöffnet werden kann: "Wir motivieren unsere Vermieter laufend, die Wunderkammer bei den Gästen zu bewerben."
Im kommenden Sommer ist darüberhinaus vorgesehen, dass man mit einer Eintrittskarte für die Geierwally-Freilichtbühne auch die Wunderkammer kostenlos besuchen kann. Ein Euro pro Museumsbesucher würde man vom Bühnen-Eintrittspreis abzwacken.
Alles zusammen wichtige Schritte, um das Museum, das nach einem neuen Konzept betrieben wird, zu beleben. "Jetzt haben wir dieses Museum und es muss auch weitergehen", sagt Gerber mit Überzeugung, schränkt aber ein: "Auf Dauer kann die Gemeinde das aber Finanzdebakel nicht tragen."
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