14.01.2018, 12:58 Uhr

Wirtschaft zeigt sich für 2018 optimistisch

Bezirksstellobmann Chrisitan Strigl mit WK-Leiter Wolfgang Winkler (v.l.).

Geschenkt wird in Wirtschaft niemandem etwas. Aber die Rahmenbedingungen, um erfolgreich zu sein, sind nicht ganz schlecht.

REUTTE (rei). Mit Zuversicht blicken die Vertreter der Wirtschaftskammer in das noch junge Jahr 2018. Eine neue Bundesregierung, Landtagswahlen, Kammerreform - vieles sei in Bewegung. Und wenn nun die "relevanten Akteure in Österreich ihre Aufgaben richtig machen, kommen wir wieder zurück an die Spitze", zeigte sich WK-Präsident Jürgen Bodenseer bei einem Pressegespräch in Reutte zuversichtlicht. Kurz darauf fand er beim Neujahrsempfang gleichlautende Worte.
Herausforderungen sieht Bodenseer dennoch viele, die man meistern müsse: Fachkräftemangel und die zunehmende Digitalisierung seien dabei ganz vorne zu nennen. "Wir müssen im Heute mit dem Blick auf die Zukunft handeln", forderte Bodenseer und fügte an: "Den Blick zurück überlassen wir den Histroikern, den Nörglern und den Bedenkenträgern."

Den Blick auf das Außerfern machte Bezirksstellenobmann Christian Strigl. Er verwies auf die Sorgen der Tourismusbranche, geeignetes Personal zu bekommen.
Mit einer konkreten Konzeptidee setzt die Bezirksstelle in diesem Bereich nun einen wichtigen Schritt zur Problemlösung. Ein neues WIFI-Einstiegsprogramm „Lehre vor der Lehre“ bzw. eine „Lehrlingsbörse“ sollen die nördlichen Nachbarn im Allgäu für Tourismusberufe begeistern. So könne man dem Fachkräftemangel in dieser Sparte gezielt entgegenwirken.
Es ist ein weiterer Schritt im Bemühen der Wirtschaftskammer, gegen den Lehrlingsmangel im Bezirk vorzugehen. Strigl nannte in diesem Zusammenhang Initiativen wie „Achtung Baustelle“, das Berufsfestival oder die feierliche Abschlussfeier des Lehrlingswettbewerbs.
Genau in diese Kerbe schlage auch das neueste Konzept der Wirtschaftskammer Reutte. Strigl: "Um die aktuell über 200 freien Stellen in der Tourismusbranche im Bezirk besetzen zu können, wurden bereits Gespräche mit einer ansässigen Personalvermittlungsagentur aufgenommen, welche nunmehr gezielt nach Fach- und Hilfskräften in den osteuropäischen Ländern sucht, ähnlich dem System der 24 Stunden Betreuung."
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