Bezirkshauptmannschaft Ried informiert
7531 Reisepässe, 208 Kirchenaustritte

Bezirkshauptfrau Yvonne Weidenholzer, Gerhard Obermair, Ingrid Eisner, Melanie Reitinger und Heidemarie Schachinger.
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  • Bezirkshauptfrau Yvonne Weidenholzer, Gerhard Obermair, Ingrid Eisner, Melanie Reitinger und Heidemarie Schachinger.
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Wie viele Reisepässe wurden 2018 von der Bezirkshauptmannschaft  ausgestellt, wie viele Senioren in ein Pflegeheim aufgenommen und wie viele Tierschutzkontrollen durchgeführt? Zahlen und Fakten zu diesen und vielen weiteren Bereichen legt die neue Broschüre "Fakten im Fokus" auf den Tisch.

RIED. Die 91 Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft Ried – darunter drei Lehrlinge– erfüllen eine Reihe von Aufgaben für die rund 61.000 Bürger des Bezirkes. Die Dienste und Angebote der Verwaltungsbehörden sind vielfältig und reichen von der wasserrechtlichen Bewilligung bis hin zum Wunschkennzeichen. Die Aufgaben sind im wesentlichen auf drei Abteilungen aufgeteilt:

Abteilung eins: Bildung bis Forstdienst

Von Abteilung eins werden die Bereiche Bildung, Gemeinde und Wahlen, Innerer Dienst, Rechnungswesen, Zivildienst sowie die Kinder- und Jugendhilfe und der Sozialhilfeverband abgedeckt. Auch die Fachdienste (Forstdienst, Naturschutz, Sanitätsdienst, und Veterinärdienst) sowie die Amtsleitung fallen in diese Abteilung. Neue Amtsleiterin wird ab 1. August Ingrid Eisner sein. Sie folgt Josef Reisinger, der im August in Pension geht. "Frau Eisner hat selbst ihre berufliche Karriere als Lehrling bei der Bezirkshauptmannschaft begonnen und übernimmt nun den höchsten Posten im Bearbeitungsbereich. Dafür gebührt ihr großer Respekt und große Achtung", so Rieds Bezirkshauptfrau Yvonne Weidenholzer.

Zahlen und Fakten der Kinder- und Jugendhilfe
Die Kinder- und Jugendhilfe nimmt die Schutzfunktion und rechtlichen Interessen für Kinder und Jugendliche, gegebenenfalls auch gegen den Willen der Eltern, wahr.  So befanden sich 2018 insgesamt 27 Minderjährige in "Voller Erziehung". Mit anderen Worten: Sie wurden in einer sozialpädagogischen Einrichtung untergebracht. Ebenfalls für 27 Kinder hatte die Kinder- und Jugendhilfe Ried die gesamte Obsorge. Weiters wurden für 650 Minderjährige insgesamt knapp 950.000 Euro an Unterhaltsansprüchen eingetrieben. Fünf Minderjährige wurden auch rechtlich in Vaterschaftsangelegenheiten vertreten. 

Abteilung zwei: Baurecht bis Umweltschutz

In Abteilung zwei, auch Anlagenabteilung genannt, sind die Bereiche Baurecht, Betriebsanlagenrecht, Enerige und Rohstoffe, Forstrecht, Gewerberecht, Natur- und Umweltschutz, Verkehr, Wasserrecht, Wirtschaft und Sport angesiedelt. Abteilungsleiter in Ried ist Gerhard Obermair. "2018 wurden 471 neue Gewerbeberechtigungen begründet. 16 Bewilligungen zur Neuerrichtung von gewerblichen Betriebsanlagen und 79 Bewilligungen zur Änderung oder Erweiterung von bestehenden Betriebsanlagen wurden erteilt. Wir müssen diese Verfahren innerhalb von vier Monaten erledigen, schaffen es aber bereits in sechs Wochen. Damit sind wir im Oberösterreichschnitt im vorderen Bereich", so Obermair. Im Bereich Natur- und Umweltschutz hat 2018 vor allem der Biber die Abteilung zwei beschäftigt. Seit 2013 gibt es bei Schäden durch Biber zur Entlastung der betroffenen Grundeigentümer eine Flächenprämie von 100 Euro pro Hektar pro Jahr. Wenn Flächen gänzlich unbewirtschaftbar werden, steigt die Prämie auf 300 Euro pro Hektar pro Jahr. Die von 2013 bis 2018 im Bezirk Ried geförderte Fläche beträgt insgesamt 51,15 Hektar. "Dank dieser Förderung gibt es viele Landbesitzer, die den Biber dulden", so Obermair. 

Abteilung drei: Sicherheit bis Reisepässe

Zur Abteilung drei gehören die Bereiche Sicherheit, Agrarrecht, Bürgerservice, Katastrophenschutz, Lebensmittelsicherheit, Migrationswesen, Sanitätsrecht, Staatsbürgerschaft, Verkehrsrecht, Verwaltungspolizei, Veterinärrecht und Grundverkehr.
Von der Bürgerservicesstelle wurden 2018 ganze 7531 Reisepässe und Personalausweise ausgestellt und 4110 Führerscheine und 116 Wunschkennzeichen ausgegeben. 208 Personen traten aus der Kirche aus. Damit ist die Zahl der Kirchenaustritte merklich zurückgegangen, denn 2017 waren es noch 365. Mit Sicherheit interessant sind auch die Zahlen aus dem Bereich Verkehr. Im Jahr 2018 gingen 1.323.240 Euro an Strafgeldern an die Gemeinden, wobei ein Großteil der Strafen in der Stadt Ried fällig wurde. Hier stehen mittlerweile neun Radarkästen. Der neueste in der Molkereistraße dürfte in Kürze aktiviert werden. Im Vergleich zu 2017 sehr zurückgegangen sind die Strafen aufgrund zu hohen Tempos auf der Autobahn im Bezirk Ried: Während 2017 insgesamt 796.787,48 Euro fällig wurden, waren es 2018 nur 163.727,36 Euro. Auch der Bund kassierte 2018 für Geschwindigkeitsübertretungen auf ehemaligen Bundesstraßen mit 330.475,43 Euro deutlich weniger als 2017 (535.303,11 Euro). Etwas gesunken sind auch die "Einnahmen" für das Land: 2017 waren es 265.874,27 Euro, 2018 kamen 237.386.57 Euro zusammen. 
Für einen Bezirk wie Ried, der unter anderem durch die Landwirtschaft geprägt ist, sind auch folgende Zahlen wichtig: Die Anzahl an Rinderhaltern hat von 2017 auf 2018 abgenommen, und zwar von 1201 auf 1171. Dafür gab es 2018 mehr Schweine-, Schafe-, Ziegen-, und Pferdehalter. Stark zugenommen hat die Zahl der Tierschutzkontrollen: 2017 wurden 282 Kontrollen durchgeführt, 2018 waren  es 387.

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