Runter von Gas
Stadt Ried bekommt ein zweites mobiles Radar

Seit über einem Jahr stellt Erwin Seifriedsberger im Bereich des mobilen Radars immer wieder Plakatständer oder sein Wohnmobil mit dem Slogan 'Geld sparen - 30 fahren' auf.
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  • Seit über einem Jahr stellt Erwin Seifriedsberger im Bereich des mobilen Radars immer wieder Plakatständer oder sein Wohnmobil mit dem Slogan 'Geld sparen - 30 fahren' auf.
  • Foto: Seifriedsberger
  • hochgeladen von Bernadette Wiesbauer

RIED. In der Stadt Ried ist auf den Durchzugsstraßen am "Äußerer Ring" eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde erlaubt. Im "Inneren Ring" und in den Wohngebieten gilt Tempo 30. "Diese Verordnung ist notwendig und sinnvoll. Sie verbessert die Aufenthalts- und Wohnqualität und erhöht die Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer", so Rieds Bürgermeister Albert Ortig, der die Realisierung des zweiten mobilen Radars initiierte. "Eine solche Verordnung ist aber nur wirksam, wenn sie auch konsequent kontrolliert wird. Der Einsatz von Radarpistolen ist durch die Personalressourcen der Sicherheitswache limitiert, die Wirkung von fixen Radarkästen ist naturgemäß auf deren Standorte begrenzt. Nur in Kombination mit mobilen Radarkontrollen ist eine flächendeckende Tempoüberwachung sicherzustellen."

Laut Bürgermeister hat das Thema an Brisanz gewonnen, da sich illegale Autorennen im öffentlichen Raum in Ried häufen. "Daher wird künftig – zusätzlich zum bestehenden „Radarauto“ – ein weiteres der vorhandenen Radargeräte nicht in einer fixen Box, sondern in einem Fahrzeug mobil im Stadtgebiet eingesetzt", so Ortig. Für das zweite mobile Radar stimmten neben der ÖVP auch die FPÖ und die Grünen: Stadtrat Lukas Oberwagner (Grüne) dazu: "Wie die hohe Summe an Strafgeldern aufzeigt, wird in Ried leider sehr oft zu schnell gefahren und erhöhte Geschwindigkeit ist die Hauptursache von Verkehrsunfällen. Deshalb braucht es verstärkte Kontrollen." Vizebürgermeister Thomas Dim (FPÖ) stimmt zwar für das zweite mobile Radar, ergänzt aber: „Die Automatisierung durch ein Radar ist sicher hilfreich, wenngleich ich eine Geschwindigkeitsmessung durch Polizisten vorziehen würde. Einfach, weil hier der Erziehungseffekt größer wäre und soziale Aspekte berücksichtigt werden könnten."

"Kein gutes Image"

Gegen das zweite mobile Radar stimmte die SPÖ mit Stadtrat Peter Stummer. „Wir sind natürlich nicht für Raser, aber trotzdem der Meinung, dass man die Verkehrssicherheit nicht durch immer noch mehr Radargeräte verbessern kann. Das zeigen auch die ständig steigenden Einnahmen durch die Radargeräte. Würde ein Erziehungseffekt eintreten, müssten die Einnahmen ja sinken“, so Stummer. Seiner Meinung nach wäre ein umfangreiches Verkehrssicherheitskonzept mit geschwindigkeitsreduzierenden Maßnahmen wie Fahrbahnverengungen, Schwellen, Leitsystemen usw. sowie Radargeräten als ein Teil des Gesamtkonzeptes erstrebenswert. „Es muss doch eine intelligentere Lösung geben. Auch für das Image der Stadt wäre das sehr wichtig“, so Stummer. Dem pflichtet Erwin Seifriedsberger von den NEOS bei. "Welchen Eindruck vermittelt die Einkaufsstadt, wenn den Kunden immer wieder ein "Riedzuschlag" für eine übersehene 30iger Beschränkung ins Haus flattert?“, so Seifriedsberger. Er stellt daher seit über einem Jahr im Bereich des mobilen Radars immer wieder Plakatständer oder sein Wohnmobil mit dem Slogan 'Geld sparen - 30 fahren' auf. "Wenn Radargeräte an Unfallhäufungsstellen oder bei Pflichtschulen stehen, sieht das jeder ein. In Ried ist es aber so, dass die Geräte an Stellen stehen, wo es für die Stadt am lukrativsten ist", so Seifriedsberger.

Zur Sache:

• In Ried gibt es derzeit acht stationäre Radarkästen: Brucknerstraße, Schillerstraße, Haagerstraße, Braunauerstraße, Salzburgerstraße, Kasernstraße, Goethestraße, Molkereistraße

• Zusätzlich verfügt die Stadt Ried seit 2016 über ein mobiles Radar. Nun soll ein zweites realisiert werden, indem das Messgerät einer der acht Station entnommen und in ein Auto eingebaut wird. Künftig soll es demnach sieben stationäre Radarstandorte und zwei mobile geben. Welcher Station aufgelöst wird, bleibt geheim. Ob der Standort des zweiten mobilen Radars ebenso öffentlich kommuniziert wird jener des ersten, darüber hat der Stadtrat laut Vizebürgermeister Thomas Dim nicht gesprochen.

• Die Gesamteinnahmen aller Radar-Stationen betrugen zuletzt 2,5 Millionen Euro im Jahr.

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